Streaming: Netflix testet seine App mit eigenen Mobilfunkmasten
Der Streamingdienst Netflix betreibt an seinem Konzernhauptsitz im kalifornischen Los Gatos eigene Mobilfunkmasten. Das berichtet das Branchenmagazin Variety(öffnet im neuen Fenster) nach einer Pressetour. Netflix möchte seine App unter verschiedensten Bedingungen auf mobilen Geräten testen, die es auf der Welt gibt. Daher beschloss der US-Anbieter, den Betrieb von sechs Mobilfunktürmen mit Sende- und Empfangsanlagen selbst zu übernehmen.
Die Mobilfunkausrüstung ist im mobilen Gerätelabor des Unternehmens untergebracht, wo sie mit Faraday'schen Käfigen ähnliche Apparaturen untergebracht sind, um Störungen zu unterdrücken und zu verhindern, dass diese experimentellen Funkmasten den Mobilfunkempfang auf dem Campus stören.

Jede dieser Boxen kann Dutzende von Geräten aufnehmen und bestimmte Mobilfunk- oder Wi-Fi-Bedingungen nachbilden. "Wir können eine Box mit Bedingungen wie in Indien oder wie in den Niederlanden aussehen lassen", sagte Scott Ryder, Director of mobile Streaming bei Netflix zu Variety. Insgesamt lässt Netflix jeden Tag über 125.000 Tests in seinem mobilen Labor laufen.
Mit der App von Netflix ist es auch möglich, Filme und Serien herunterzuladen, um diese dann später anzusehen.
Netflix gewinnt mehr Kunden
Netflix konnte in seinem vierten Quartal 2017 trotz einer Preiserhöhung stark wachsen. Wie der Streamingkonzern Ende Januar 2018 bekanntgab, wurden 8,3 Millionen Neukunden gewonnen. Das war der höchste Zuwachs in der Firmengeschichte.
Netflix erreichte damit insgesamt 110,6 Millionen zahlende Abonnenten. 6,36 Millionen wurden im Ausland hinzugewonnen, 1,98 Millionen in den USA. Netflix hatte im Oktober 2017 die Preise um bis zu 2 Euro im Monat erhöht.
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