Streaming: Netflix startet Datenvolumenkontrolle am Smartphone
Netflix wird seinen Nutzern eine Funktion anbieten, die die Kontrolle des verbrauchten Datenvolumens am Smartphone erleichtert. Das sagte Chris Jaffe, Vice President Product Innovation, am 24. Februar 2016 in Barcelona. Damit lasse sich die Auflösung der Filme und Serien einstellen, erklärte er.
Jeder Nutzer erhalte ein anderes Netflix. Der Algorithmus mache die besten Vorschläge, basierend auf den jeweiligen Vorlieben. Wer vorwiegend Dokus oder Dramen ansieht, erhalte beispielsweise keine Horror-Inhalte angezeigt. "Jeder kriegt sein eigenes Netflix, es gibt 75 Millionen verschiedene. Genauso viele wie Nutzer" , erklärte Jaffe.
4K- und HDR-Inhalte bis Ende 2016
Bis Jahresende sollen 4K- und HDR-Inhalte kommen. 600 Stunden seien geplant. Dies seien zuerst die Eigenproduktionen Marco Polo Staffel 1 und die kommende Staffel 2 von Daredevil. "Wir bringen mehr und mehr Inhalte" , versprach Jaffe. Diese würden dem Zuschauer mit einem speziellen Logo angezeigt, aber nur wenn das Endgerät auch die Wiedergabe unterstütze.
High Dynamic Range (HDR) erweitert das Spektrum der Helligkeit, Kontraste und Farben erheblich und lässt sie satter und lebensechter aussehen. Angeboten würden diese Inhalte in 4K und 2K. Netflix empfahl für HDR-Filme und -Serien bisher einen Internetanschluss mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 20 oder 25 MBit/s für die volle Leistung.
Netflix-Vice-President Joris Evers zeigte auch einen neuen Startbildschirm, bei dem der Trailer oder einzelne Szenen automatische starten, ohne dass der Nutzer die Serien anwählen müsse. Damit wolle Netflix mehr wie ein Fernsehsender erscheinen, erklärte er.
Infos zu Schauspielern würden künftig auf dem Second Screen am Smartphone angezeigt. Diese Funktion würde für Android im Laufe des Jahres kommen. Amazon bietet mit X-Ray eine komfortablere Lösung an. Die Informationen zu Schauspielern werden direkt auf dem Fernseher eingeblendet, ein Smartphone ist nicht erforderlich. "Auch eine Sprachsteuerung soll auf mehr Plattformen kommen, daran sind wir sehr interessiert" , sagte Jaffe.
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