Streaming: Netflix' Marco Polo wird eine der teuersten Serien
Nach Game of Thrones ist Marco Polo die bisher teuerste produzierte Fernsehserie. Das berichtet die New York Times(öffnet im neuen Fenster) unter Bezug auf Quellen aus der US-Fernsehbranche. Demnach soll das Budget für die erste Staffel der neuen Netflix-Serie mit zehn Folgen bei rund 90 Millionen US-Dollar gelegen haben. Nur die letzten Staffeln von Game of Thrones sollen noch teurer gewesen sein, das Budget erhöhte sich von rund 60 Millionen für den ersten Abschnitt immer weiter. Genaue Zahlen geben die Produktionsfirmen solcher Serien in der Regel nicht bekannt.
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Netflix hat für Marco Polo(öffnet im neuen Fenster) nicht nur in Buch, Ausstattung und Schauspieler investiert. Das historische Epos wurde von Anfang an in Ultra HD produziert, bei anderen eigenen Werken wie House of Cards wurde erst später auf die 4K-Auflösung gewechselt. Und noch einen Unterschied zur Politserie gibt es: Bei Marco Polo behielt Netflix auch international vorerst alle Rechte.
Das bedeutet, dass der Streamingdienst vorerst der einzige legale Weg ist, um Marco Polo zu sehen. Das soll neue Abonnenten locken. Zudem will Netflix nicht nur auf technischer Ebene zeigen, was Produktion und Vertrieb aus einer Hand bedeuten, denn: Die neue Serie wird mit allen Folgen ab dem 12. Dezember in allen Ländern angeboten, in denen Netflix bereits aktiv ist. Auch für deutsche Nutzer ist Marco Polo dann verfügbar.
Bisher musste der Streamingdienst durch die hohen Produktionskosten seiner eigenen Serien bei der internationalen Verfügbarkeit Kompromisse eingehen. So wird auch die dritte Staffel von House of Cards in Deutschland zunächst nur als Ausstrahlung für Abonnenten von Sky verfügbar sein, als Stream kann Netflix die Serie für deutsche Nutzer erst später anbieten. Damit bleibt nur noch zu klären, ob Marco Polo auch über alle zehn Folgen inhaltlich das halten kann, was der aktuelle Trailer verspricht.
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