Streaming: Netflix macht 4K-Streams 50 Prozent kleiner

Der Videostreaming-Anbieter Netflix hat damit begonnen, das Premium-Angebot seiner Inhalte komplett neu zu kodieren und auszuspielen, wie das Unternehmen in seinem Techblog schreibt(öffnet im neuen Fenster) . Die Premium-Inhalte umfassen Videos in 4K-Auflösung alias UHD, 10-Bit-Farbtiefe, HDR sowie die Unterstützung für hohe Bildwiederholraten (HFR). Dank des neuen Ansatzes kann Netflix die durchschnittliche Bitrate dieser Inhalte im Schnitt um 50 Prozent reduzieren.
Diese deutlich reduzierte Bitrate soll sich nach Angaben des Unternehmens jedoch nicht spürbar auf die optische Qualität auswirken. Dafür passte Netflix seine Vorgehensweise, wie die Titel des Premium-Angebots kodiert werden, stark an.
Bisher hatte das Unternehmen für die Premium-Inhalte eigenen Angaben zufolge statische Encoder-Einstellungen genutzt, mit einer zuvor festgelegten Ziel-Bitrate von 8, 10, 12 und 16 Mbit/s. Im Gegensatz dazu setzt Netflix nun auf optimierte Encoder-Einstellungen, die pro Titel und Szene dynamisch optimiert werden. Die Grundlage dafür bildet unter anderem die eigene Metrik zur optischen Bildqualität, VMAF , die auf die menschliche Wahrnehmung statt auf technische Eigenheiten optimiert ist. Ähnliches wendet Netflix bereits bei seinen 8-Bit-Inhalten und kleineren Auflösungen an.
Das neue Vorgehen biete "schärfere Texturen und höhere Details" bei geringeren Bitraten. Dabei handele es sich im Schnitt eben um die eingangs erwähnten 50 Prozent Einsparung. Netflix will mit dieser Technik seinen kompletten Katalog neu kodieren. Dies soll in einigen Monaten abgeschlossen sein. Ähnliche Optimierungen sollen für sämtliche HDR-Inhalte folgen.