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Streaming: Netflix gewinnt mehr neue Nutzer als erwartet

Starkes Nutzerwachstum für Netflix im vergangenen Quartal: Der Umsatz steigt um über 20 Prozent auf 1,64 Milliarden US-Dollar.
/ Achim Sawall
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Netflix-Hauptsitz (Bild: Netflix)
Netflix-Hauptsitz Bild: Netflix

Netflix hat mehr Nutzer hinzugewonnen als erwartet. Wie der Streaminganbieter am 15. Juli 2015 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , wurden 3,28 Millionen Neukunden gewonnen. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Los Gatos hatte nur 2,5 Millionen prognostiziert.

Durch die Auslandsexpansion sank der Gewinn auf 26,3 Millionen US-Dollar (6 Cent pro Aktie), nach 71 Millionen US-Dollar (16 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz stieg um 22,7 Prozent von 1,34 auf 1,64 Milliarden US-Dollar.

Im Ausland konnte die Zahl der Nutzer gegenüber dem Vorquartal von 20,88 auf 23,25 Millionen gesteigert werden. Die Zahl der zahlenden Nutzer im Ausland wuchs von 19,30 auf 21,65 Millionen.

Netflix produziert selbst Serien wie House of Cards und Orange is the New Black. Das Unternehmen hatte angekündigt, bis Ende kommenden Jahres seinen Dienst auf 200 Länder auszuweiten. In diesem Herbst sollen noch Japan, Portugal, Italien und Spanien folgen.

Für das laufende Quartal erwartet Netflix einen Gewinn von 7 Cent pro Aktie. Die Analysten hatten nur 5 Cent pro Aktie prognostiziert.

Wachsendes Datenvolumen

Der Streaminganbieter hatte im vierten Quartal 2014 an seine Nutzer ein Datenvolumen von 24 Millionen TByte gestreamt. Diese Angaben hatte das Magazin Cord Cutters News geschätzt. Netflix macht zu dem Datenvolumen keine Angaben. Grundlage der Berechnungen ist die Annahme, dass eine HD-Filmstunde ein Volumen von 3 GByte erzeugt. Damit würden pro Monat 8 Millionen TByte zu den Zuschauern gestreamt.

Das im Festnetz übertragene Datenvolumen in Deutschland hat sich von 8,8 Milliarden GByte (2013) auf 10,9 Milliarden GByte (2014) erhöht. Das von einem Internetnutzer durchschnittlich übertragene monatliche Datenvolumen liegt aktuell bei rund 27 GByte. Für das Jahr 2015 erwartet der Branchenverband Breko einen weiteren Anstieg auf 35 GByte pro Monat.


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