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Streaming: Netflix ändert Analyse-Schema für Top 10

Bislang wertete Netflix aus, wie viele Nutzer eine Serie oder einen Film gesehen haben – künftig sollen geschaute Stunden entscheidend sein.
/ Tobias Költzsch
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Netflix ändert seine Top-10-Listen (Bild: Nurphoto)
Netflix ändert seine Top-10-Listen Bild: Nurphoto

Netflix will die Art und Weise umstellen, wie der Streaminganbieter seine Top-10-Listen der erfolgreichsten Filme und Serien erstellt. Das berichtet The Verge(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Aussagen von Netflix.

Demnach soll künftig für das Ranking nicht mehr wie bisher entscheidend sein, wie viele Nutzer eine Serie oder einen Film in den ersten 28 Tagen nach Veröffentlichung mindestens zwei Minuten lang geschaut haben. Stattdessen soll die Gesamtzahl an Stunden, die ein Titel geschaut wird, über das Ranking entscheiden.

Diese Bewertung hat Netflix in der Vergangenheit bereits intern verwendet, allerdings nicht extern. Im September 2021(öffnet im neuen Fenster) hatte das Unternehmen zwei Top-10-Listen veröffentlicht – eine mit der bisherigen Messung, die andere nach Stunden gemessen. Im direkten Vergleich zeigten sich einige Unterschiede.

Abbrecher fließen nicht in bisherige Statistik ein

Der Nachteil der bisherigen Zwei-Minuten-Messung ist, dass Titel auch dann in die Wertung eingehen, wenn viele Kunden nur wenige Minuten schauen, dann aber abbrechen. In die Statistik gehen diese Abbrecher nicht ein – stattdessen könnte ein Titel am Ende erfolgreicher wirken, als er es eigentlich ist.

Deutlich werden die Unterschiede, wenn man sich die beiden Top-10-Listen aus dem September 2021 anschaut. Die erste Folge der Serie Lupin ist dabei im Standard-Ranking auf Platz 2 mit 76 Millionen Konten, die mindestens zwei Minuten geschaut haben. Im Stunden-Ranking hingegen taucht die Serie gar nicht unter den ersten zehn auf, was darauf hindeutet, dass viele Nutzer nur den Anfang gesehen und dann abgebrochen haben.

Die neue Messmethode soll auch besser vergleichbar mit denjenigen Rankings sein, die TV-Sender erstellen. Generell will Netflix mehr Analysen öffentlich machen, die bislang nur intern verwendet wurden.


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