Streaming mit Hulu: VPN-Nutzer dürfen nicht mehr schauen
Der Streaming-Dienst Hulu hat Medienberichten zufolge damit begonnen, VPN-Nutzer nicht mehr an dem Dienst teilhaben zu lassen. So berichtet Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) von Sperrmaßnahmen gegen VPN-Nutzer.
Hulu rechtfertigt die Maßnahme mit dem Versuch, Schwarzkopien zu reduzieren. Getroffen werden jedoch auch zahlende Nutzer. Diese sollen ihr "anonymous proxy tool" ausschalten, um weiter gucken zu dürfen. Torrentfreak sagten einige Vertreter von VPN-Diensten, dass sie an Lösungen arbeiteten, um die Sperre zu verhindern. Einige sprechen direkt mit Hulu, andere wollen weitere IP-Adressen verwenden, die Hulu noch nicht kennt. Die Sperre gegen VPN-Anbieter ist noch lückenhaft.
Es ist nicht der erste Versuch, VPN-Anbieter zu schwächen. Auch Kreditkartenfirmen gehen gegen solche Anbieter vor. So haben Visa und Mastercard etwa im vergangenen Jahr durchgesetzt, dass der VPN-Dienst Ipredator nicht mehr mit ihren Kreditkarten bezahlt werden konnte.
Hulu kann außerhalb der USA eigentlich nicht verwendet werden. Der Dienst erkennt über die IP-Adresse die Herkunft des Besuchers und lässt dann kein Streaming zu. Solche Geo-IP-Blockaden können mit VPN-Verbindungen umgangen werden. VPN-Anbieter, die ihren Dienst in den USA haben, arbeiten mit einer US-IP-Adresse. So ist nicht erkennbar, von wo der VPN-Nutzer tatsächlich kommt. Das schließt jedoch auch ein, dass Hulu so US-Kunden blockt.
Hulu selbst darf eigenen Angaben zufolge seine Dienste nicht in anderen Ländern anbieten. Wer hulu.com(öffnet im neuen Fenster) besucht, bekommt eine Meldung, dass Hulu daran arbeite, die Rechte für internationales Streaming zu bekommen. Das ist bisher allerdings nicht gelungen.
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