Streaming: Heuler aus den Untiefen von Amazon

Wer sich in schweren Zeiten von wirklich schlimmen Filmen und Serien trösten lassen will, findet bei Amazon Prime, was er braucht. Wir haben die grottigsten ausgegraben.

Artikel von Peter Osteried veröffentlicht am
Golem.de hat in Amazons Untiefen keine Perlen entdeckt.
Golem.de hat in Amazons Untiefen keine Perlen entdeckt. (Bild: Pexels / Montage: Golem.de)

In einer Beziehung sind fast alle Streamingdienste gleich. Sie haben eigenproduzierte Serien, dazu eigene Filme und einen guten Fundus an eingekauftem Lizenzmaterial. Dabei achten die Dienste darauf, Programm einzukaufen, von dem sie glauben, dass ihre Kunden es sehen wollen. Im Grunde also Mainstream. Ein Dienst ist jedoch gänzlich anders: Amazon Prime. Dort hat man zwar auch all die großen Produktionen, aber es gibt auch Untiefen.

Darin verbergen sich unglaubliche Heuler, Billigproduktionen, die man früher in Videotheken zuhauf fand und die sich hinter reißerisch-coolen Covern versteckten. Trash, der zweierlei sein kann: Entweder so schlecht, dass es schon wieder gut ist oder einfach nur richtig schlecht.

Jetzt ist die Zeit gekommen, sich in diese Niederungen zu begeben, denn wenn ihr glaubt, es ginge euch mit Ausgangsbeschränkungen schon richtig schlecht, dann guckt erst mal diese Filme. Die rücken unser aller Misere in ein richtig positives Licht. Denn wir haben die Zeit, diesen Schlunz überhaupt zu schauen. Das muss man sich auch erstmal erlauben können!

Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall (1967)

Von der Heftromanreihe Perry Rhodan gibt es bereits Tausende Hefte. Keines davon muss man gelesene haben, um Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall anzusehen. Es ist eine deutsch-italienisch-spanische Koproduktion aus dem Jahr 1967, die von Primo Zeglio inszeniert wurde. Der Kanadier Lang Jeffries spielt die Titelrolle.

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Die Handlung: Astronauten reisen zum Mond. Dort stoßen sie auf gestrandete Außerirdische, die auf einer höheren Bewusstseinsebene sind, aber wie Menschen aussehen. Da ihr Oberhaupt krank ist, benötigen sie die Hilfe von Perry Rhodan und seinen Kollegen. Sie bringen den Anführer der Außerirdischen zur Erde, wo man ihn heilen soll. Als Dank erwartet man technische Errungenschaften der Außerirdischen. Doch auf der Erde werden Gangster auf die hochentwickelte Technik aufmerksam und wollen sie an sich bringen.

Die Story ist sehr einfach gestrickt und lässt jedwede Komplexität vermissen. Stattdessen setzt man auf ein dumpfes Abenteuer, das das SF-Element immer weiter in den Hintergrund rückt, um stattdessen eine lahme Gangster-Geschichte zu erzählen. Klar, das war günstig. Was macht man schließlich, wenn man SF (Science Fiction), aber kaum Budget hat? Ganz einfach: Aliens sehen wie Menschen aus und die Handlung muss schnellstmöglich auf die Erde verlagert werden. Damit lassen sich Kosten sparen!

Held Perry Rhodan ist so farblos, dass er verschwinden würde, stünde er vor einer weißen Wand. Selbst gegenüber seinen Kollegen tritt er nicht in den Vordergrund. Er macht und tut und werkt und kämpft, aber am Ende ist dieser Rhodan echt nicht "unser Mann im All". Der 60er-Jahre-Chic wirkt auch reichlich abgenutzt, Bauten eher mau, Schauspieler ziemlich trübe und eine Geschichte, die in jeder Sekunde schreit: "Ich bin unfreiwilliger Trash!"

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Die Einsteiger (1985) und mehr Tiefpunkte bei Amazon Prime 
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Instm64 11. Apr 2020

Ich teile die Meinung der Nostalgie. Meist ist die Erinnerung weit besser. Die...

AllDayPiano 11. Apr 2020

Ja das beobachte ich allerdings auch. Die Erklärungen werden immer präziser, der geistige...

Karl_far_away 11. Apr 2020

Ich fand es ganz unterhaltsam, musste man sich nicht in komplizierte Stories eindecken...

psycho_loge 10. Apr 2020

Also für mich sind die Filme genauso lustig, wenn nicht lustiger als heutige Komödien...

Textwerker 10. Apr 2020

... der schlechten Filme ist "Howard the Duck ...ein tierischer Held". Sehr zu empfehlen. :-)


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