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Streaming: Gronkh hat eine Rundfunklizenz

Ab sofort ist er quasi ein Fernsehsender: Der auf Spiele spezialisierte Streamer Erik "Gronkh" Range hat sich für zwei seiner Kanäle auf Twitch bei der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen eine Rundfunklizenz besorgt.

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Erik "Gronkh" Range ist einer der bekanntesten deutschen Streamer.
Erik "Gronkh" Range ist einer der bekanntesten deutschen Streamer. (Bild: Araya Diaz/Getty Images for The Mansion by Studio 71)

Seit einigen Monaten mahnen die Landesmedienanstalten immer wieder Influencer ab, die keine Rundfunklizenz haben. Nun hat sich einer der Betroffenen eine solche offizielle Zulassung gesichert: der auf Spiele spezialisierte Streamer Erik Range, besser bekannt als Gronkh. Über die Zulassung der Landesanstalt für Medien aus Nordrhein-Westfalen hatte die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) auf ihrer Sitzung am 9. Januar 2018 positiv entschieden.

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Die Rundfunklizenz gilt für die Kanäle Gronkh TV und Gronkh auf Twitch. Eine derartige Zulassung ist nötig, sobald ein Sender oder Kanal regelmäßig mehr als 500 Zuschauer erreicht. Sie hat gewisse Folgen: Ähnlich wie auf einem regulären Fernsehsender dürften beispielsweise Inhalte für Zuschauer ab 16 Jahren erst nach 22 Uhr gezeigt werden. Games mit einer Freigabe ab 18 Jahren darf Range sogar erst ab Mitternacht vor seinen Zuschauern spielen.

Laut der Webseite Gameswirtschaft.de hatte Gronkh bei seiner ersten Sendung mit der Rundfunklizenz den Satz "Dicker Mann ist jetzt Fernsehsender" in seinen Stream eingeblendet. Das dürfte auch als ironische Anspielung auf den amtlichen Charakter der Zulassung gemeint sein - es erscheint einigermaßen absurd, dass für Streamer das ähnlich strenge Regelwerk gilt wie für TV-Anstalten.

Gesetzesänderung gewollt

Tatsächlich ist auch aus den Landesmedienanstalten immer wieder Kritik an den Gesetzen zu hören, ebenso wie es in der Politik und Medienbranche durchaus den Wunsch gibt, die Vorgaben zu ändern. Allerdings müssten dem alle Länder zustimmen, was einen entsprechend langen Vorlauf erfordert. Bis eine Neufassung der Mediengesetze verabschiedet ist, dürften aber Monate - eher einige Jahre - vergehen.

2017 war zuerst der Streamer Peter Smits (Pietsmiet TV) abgemahnt worden. Der hatte sich dann aber entschlossenen, den betroffenen Kanal - der sowieso nur für Zweitverwertungen von Inhalten genutzt wurde - abzustellen. Range hat nach dem Schreiben der Medienanstalt Nordrhein-Westfalen im April 2017 dann nach Angaben von Gameswirtschaft im Oktober 2017 die Zulassung beantragt. Über die Kosten liegen keine Informationen vor, aber wahrscheinlich dürften sie inklusive der anwaltlichen Beratung im niedrigen fünfstelligen Bereich liegen.



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