Streaming: Gema will Musik europaweit verwerten

Die deutsche Verwertungsgesellschaft Gema(öffnet im neuen Fenster) hat nach fünfjährigem Vorlauf zusammen mit PRS for Music(öffnet im neuen Fenster) (Großbritannien) und STIM(öffnet im neuen Fenster) (Schweden) das erste integrierte Lizenz- und Verarbeitungszentrum für den digitalen Musikmarkt gegründet. Die Verträge seien unterschrieben, teilte die Gema am Montag mit.
Ziel sei es, eine Lösung aus einer Hand für den zersplitterten Musikmarkt anzubieten. Das neue Lizenz- und Verarbeitungszentrum vereint die Repertoires der drei Verwertungsgesellschaften und bietet Lizenznehmern - etwa neuen Konkurrenten für Spotify oder Apple Music - die Möglichkeit, eine einzige, gebietsübergreifende Lizenz zu erwerben.
Laut Gema können davon auch innovative Anbieter profitieren. Für die Rechteinhaber soll das Joint Venture trotz der immer weiter steigenden Datenvolumen eine genauere Rechnungsstellung ermöglichen, zudem sollen sie schneller an die Ausschüttung kommen.
Gema: Reagieren auf Bedürfnisse von Musikern und Verlegern
"Mit dem Joint Venture reagieren wir auf die veränderten Marktbedingungen im Bereich der digitalen Musik- und Onlinedienste und die Bedürfnisse der Musikautoren und Verleger" , sagte Gema-Chef Harald Heker.
Die Gema und ihre Partner seien künftig in der Lage, "auf Basis einer länderübergreifenden Datenbank sowie gemeinsamer Verarbeitungssysteme die riesigen Datenmengen der Online-Musikdienste konsolidiert zu verarbeiten und eine schnellere, genauere und effizientere Lizenzverarbeitung und Abrechnung zu gewährleisten," so Heker.



