Streaming: Eigene Serien für Mediathek der ARD

Für die Mediathek der ARD werden eigene Serien produziert. Die Plattform soll mehr sein als ein Videorekorder für verpasste Sendungen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Mediathek der ARD
Die Mediathek der ARD (Bild: Mediathek / Screenshot: Golem.de)

Die ARD will ihre Mediathek zu einem eigenständigen Streaming-Angebot mit exklusiven Inhalten entwickeln. Das gaben Volker Herres, Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, gemeinsam mit dem ARD-Vorsitzenden, Ulrich Wilhelm, am 27. November 2019 bekannt. Es werde künftig eine integrierte Programmplanung in der ARD-Programmdirektion nicht nur für das Erste, sondern auch für die Mediathek geben.

Die Mediathek sei nicht mehr so etwas wie ein "Videorekorder", bei dem man die verpasste Sendung noch einmal nachschauen könne, betonte Herres. "Es muss zunehmend ein Streaming-Angebot werden, ein eigenständiges." Dazu brauche es mehr und andere Inhalte als jetzt. "Wir werden auch exklusiv für die Mediathek produzieren", sagte der Programmdirektor. Er sprach von Serien-Formaten.

Für die neue Struktur wird laut Wilhelm, der auch Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR) ist, der Programmgeschäftsführer des jungen Content-Netzwerks Funk von ARD und ZDF, Florian Hager, zum 1. Januar 2020 an Bord geholt - als stellvertretender Programmdirektor in der Programmdirektion. Bisher liegt die Verantwortung für die Mediathek Herres zufolge bei ARD online in Mainz.

Das Erste sei ein stetiger Quotensieger im TV-Abendprogramm. Herres zufolge erreicht der Sender im Schnitt am Tag rund 25 Millionen Menschen. Man könne diese lineare Kraft für die Mediathek nutzen.

Herres sagte dazu, dass die Planung jetzt zusammengezogen wird: "Ich empfinde das als ganz großen Schritt und als große Zäsur auch." In einem föderalen komplexen Verbund wie der ARD-Landesrundfunkanstalten sei das kein ganz einfacher Schritt, aber "dringend fällig" gewesen. "Wir erleben eine Umbruchsituation in der digitalen Welt, die die Medienangebote und die Mediennutzung komplett verändern." Man müsse künftig Inhalte crossmedial über alle Ausspielwege hinweg denken. Dann könne man auf Marktentwicklungen auch reagieren.

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matok 29. Nov 2019

Und eine Verlagerung ins Netz wird dieses Problem lösen? Wohl kaum. Typisch Deutschland...

Der Rechthaber 28. Nov 2019

Es gibt Kritik an der "Grundversorgungszwangssteuer". Aber aber, schaut mal wofür wir das...

Anonymer Nutzer 28. Nov 2019

Da schon (zu Recht) Teile hiervon auf dem Bolzplatz gelandet sind und sich die konkreten...

Mephir 28. Nov 2019

...und zwar so lange, bis sich das Bundeskartellamt einmischt. *hust*



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