Streaming: DRM-Systeme werden für illegale Webkopien geknackt

Zum Erstellen illegaler Kopien von Inhalten der Streaminganbieter Netflix oder Amazon greifen die zuständigen Gruppen offenbar direkt die genutzte Verschlüsselung an. Das geht aus einem Medienbericht hervor, der Insider zitiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Verschlüsselungssysteme der Streaminganbieter haben offenbar Schwächen.
Die Verschlüsselungssysteme der Streaminganbieter haben offenbar Schwächen. (Bild: Patrick McFall/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Es gibt viele Möglichkeiten, sogenannte DRM-Techniken zu umgehen. Oft werden dafür Sicherheitslücken auf den verwendeten Betriebssystemen genutzt, um etwa eigentlich geschützte Speicherbereiche auslesen zu können. Das üblicherweise gut informierte Blog Torrentfreak berichtet nun unter Berufung auf einen Insider, dass zum Erstellen illegaler Kopien von Inhalten der Streaminganbieter Netflix oder Amazon auch das Verschlüsselungssystem direkt ausgenutzt wird.

Stellenmarkt
  1. Application Manager (m/w/d)
    akf bank GmbH & Co KG, Hamburg
  2. Testingenieur Automotive (m/w/d) für Bordnetzsysteme
    Technica Engineering GmbH, Wolfsburg
Detailsuche

Dem Bericht zufolge werden die Inhalte mit regulären Accounts samt gefälschten Daten schlicht automatisiert heruntergeladen. Die so erlangten Dateien sind dabei jedoch noch verschlüsselt. Mittels spezialisierter Werkzeuge werden die Videos direkt entschlüsselt und weiterverteilt.

Die Inhalteanbieter nutzen oft das zu Google gehörende DRM-System Widevine, das unter anderem auch in den Browsern Chrome und Firefox genutzt werden kann. Laut dem Bericht haben die Gruppen, die die illegalen Kopien erstellen, das Verschlüsselungssystem von Widevine per Reverese Engineering analysiert und schließlich auch geknackt.

Einfach entschlüsseln

Dieser Darstellung nach ist davon auszugehen, dass die Beteiligten in der Lage dazu sind, die genutzten Schlüssel aus den proprietären Content-Decryption-Modulen (CDM) auszuleiten und zumindest anderweitig Zugriff auf das Schlüsselmaterial erhalten zu können. Die CDMs entschlüsseln die Inhalte im Browser und sollen dieses Vorgehen eigentlich verhindern.

Golem Akademie
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    21.–25. Februar 2022, Virtuell
  2. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Fehler in Kryptosystemen kommen jedoch immer wieder vor und können schließlich eben auch zum Entschlüsseln genutzt werden. Dass die Gruppen zum Erstellen der illegalen Kopien dabei die eigentlichen Verschlüsselungsalgorithmen knacken, etwa die Blockchiffre AES, ist hingegen sehr unwahrscheinlich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Sinnfrei 11. Jul 2019

Ich hab extra für Dich nochmal geschaut, und es gibt auch teilweise "2160p.WEB-DL.HEVC.HDR".

Aki-San 11. Jul 2019

Halt wieder zurück zu FRAPS.. :D Ansonsten kann man eben auch "Hardware" technisch die...

lear 11. Jul 2019

Der Fehler ist im Gehirn von Leuten, die DRM für ein "Kryptosystem" oder irgendwas...

Lapje 11. Jul 2019

Ich habe hier ein Note 10.1 2014, welches immer noch wunderbar funktioniert und ein...

Hotohori 10. Jul 2019

Ist bei mir leider auch nicht anders, da scheitert es ebenfalls am HDCP2.2.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Geforce RTX 3050 im Test
Wir hätten gerne einen Steam-Liebling gesehen

Upgrade dank DLSS und Raytracing: Die Geforce RTX 3050 ist die erste Nvidia-Grafikkarte mit diesen Funktionen für theoretisch unter 300 Euro.
Ein Test von Marc Sauter

Geforce RTX 3050 im Test: Wir hätten gerne einen Steam-Liebling gesehen
Artikel
  1. Open-Source-Sprachassistent Mycroft: Basteln mit Thorsten statt Alexa
    Open-Source-Sprachassistent Mycroft
    Basteln mit Thorsten statt Alexa

    Das US-Unternehmen Mycroft AI arbeitet an einem Open-Source-Sprachassistenten. Die Alexa-Alternative ist etwas für lange Winterabende.
    Ein Praxistest von Thorsten Müller

  2. P50 Pocket: Huawei will für sein Klapp-Smartphone 1.300 Euro
    P50 Pocket
    Huawei will für sein Klapp-Smartphone 1.300 Euro

    Huawei bringt das P50 Pocket mit faltbarem Display nach Deutschland, ebenso das P50 Pro. Beide Smartphones sind preislich und von der Ausstattung her nicht konkurrenzfähig.

  3. Hosting: Hetzner erhöht Preise teils um 30 Prozent wegen Stromkosten
    Hosting
    Hetzner erhöht Preise teils um 30 Prozent wegen Stromkosten

    Die Server aus seiner Auktion kann der Hoster Hetzner offenbar nicht kostendeckend betreiben. Das könnte die ganze Branche betreffen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • Thrustmaster Ferrari Lenkrad 349,99€ • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /