Streaming-Dienste: Mehr Abonnenten für Netflix und Disney+ mit Werbung

Die gestiegenen Nutzerzahlen bei Netflix und Disney+ in den USA seien vollständig auf zusätzliche Abos mit Werbung zurückzuführen. So schätze es das Investmentbanking-Unternehmen Morgan Stanley ein, wie Sherwood berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Die Nutzungszahlen für werbefreie Streamingabos seien dahingegen rückläufig.
Fast alle Anbieter erhöhen die Preise
In den USA stiegen die Kosten für ein Streaming-Abo 2025 im Schnitt um 12 Prozent. Auch in Deutschland drehten in jüngster Vergangenheit Disney+ und RTL+ an der Preisschraube. Deswegen stiegen immer mehr Nutzer aus den teureren Abos ohne Werbung aus, blieben aber trotzdem auf den Plattformen. Stattdessen wechselten Abonnenten zu Modellen mit Werbung.
Inzwischen nutze die Hälfte der Disney+-Nutzer in den USA die teils werbefinanzierten Modelle, wie Morgan Stanley annimmt. Bei Netflix seien es immerhin 30 Prozent der Nutzer, die Serien und Filme mit Werbung anschauten. Dieses Angebot sehe das Unternehmen auch als größten Wachstumsfaktor für Disney+ und Netflix. Mehr als 100 Prozent des Zuwachses bei den beiden Diensten im Jahr 2025 seien auf neue Abos mit Werbung zurückzuführen, da die Zahl der werbefreien Abonnenten im gleichen Zeitraum geschrumpft sei.
Profitable Abomodelle
Trotz der geringeren Grundkosten für den Nutzer ist ein teils werbefinanziertes Abo für den Streamingdienst profitabler als ein Abo ohne Werbung. Das soll ein Grund dafür sein, warum viele Plattformen aggressive Preiserhöhungen durchsetzen. Kunden sollen wohl in Abomodelle mit Werbung wechseln, da hier der Umsatz pro Kunde höher ist.



