Streaming: Bald 30 Prozent aller Daten von Fernsehgeräten erzeugt

Der Netzwerkausrüster Cisco hat das Datenvolumen in deutschen Netzen berechnet. Demnach werden bis zum Jahr 2019 durch Streaming 29 Prozent aller Daten durch Fernsehgeräte generiert.

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In Deutschland wird sich der Datenverkehr zwischen 2014 und 2019 verdoppeln.
In Deutschland wird sich der Datenverkehr zwischen 2014 und 2019 verdoppeln. (Bild: Mike Blake/Reuters)

In Deutschland steigt die durchschnittliche Datenübertragungsrate über feste Leitungen von 24,6 MBit/s im Jahr 2014 auf 55 MBit/s im Jahr 2019. Das ergab der Networking Index von Cisco, der am 27. Mai 2015 vorgelegt wurde. Die Studie basiert auf Angaben von Analysten, Messwerten mobiler Datennutzung und Erhebungen von Cisco zu IP-Datenverkehr und -Services.

Cisco rühmt sich selbst gerne für die Genauigkeit seiner Prognosen: Im fünften Index hatte Cisco für die Zeit von 2009 bis 2014 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Datenvolumens von 34,2 Prozent vorausgesagt - und es seien tatsächlich 35,6 Prozent geworden.

"Es dauerte 30 Jahre - von 1984 bis Ende 2013 - bis über das Internet insgesamt 2 Zettabyte übertragen wurden. Aber schon im Jahr 2019 werden wir die gleiche Datenmenge innerhalb eines Jahres erreichen", sagte Cisco-Deutschlandchef Oliver Tuszik über das weltweite Datenvolumen. Ein Zettabyte entspricht einer Milliarde Terabyte. Der weltgrößte Netzwerkausrüster will mit der Studie seine Router und Switches besser verkaufen.

Tuszik: "In Deutschland wird sich der Datenverkehr zwischen 2014 und 2019 verdoppeln. Videodateien werden 80 Prozent des Internetverkehrs ausmachen."

Immer mehr Menschen erhalten Zugang zum Internet: Im Jahr 2014 waren es 2,8 Milliarden Menschen beziehungsweise 39 Prozent der Weltbevölkerung. Im Jahr 2019 sind es laut Prognose 3,9 Milliarden und damit etwas mehr als die Hälfte aller Menschen.

Viel mehr Geräte im Internet

Auch die Anzahl der Geräte steigt: Gab es 2014 noch 14 Milliarden Geräte, sollen es vier Jahre später schon 24 Milliarden sein. Damit würden 41 Prozent der Geräte IPv6-fähig sein, im Vergleich zu 22 Prozent im Vorjahr. Die durchschnittliche Datenrate steigt um das Zweifache von 20,3 auf 42,5 MBit/s.

Der Anteil von Videodaten werde im Jahr 2019 rund 80 Prozent des gesamten Datenverkehrs ausmachen, im Vergleich zu 67 Prozent im Vorjahr. WLAN und mobile Verbindungen erzeugen danach zwei Drittel des Datenvolumens im Jahr 2019, im Jahr 2014 wurde noch knapp die Hälfte erreicht.

In Deutschland beträgt 2019 der Internetdatenverkehr das 30-fache im Vergleich zum Jahr 2005. Alleine der mobile Traffic wächst von 2014 bis 2019 auf das Siebenfache, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 49 Prozent. Dabei steigt der Wert dreimal schneller als der Verkehr über feste IP-Leitungen. Die übertragenen Videodaten wachsen auf das Dreifache mit einer jährlichen Rate von 25 Prozent.

In vier Jahren werde es in Deutschland 707,8 Millionen vernetzte Geräte geben, im Vergleich zu 377,7 Millionen im vergangenen Jahr. Dann werde jeder Bürger rein statistisch über 8,6 vernetzte Geräte verfügen. 42 Prozent der Daten werden laut der Cisco-Studie dann von PCs erzeugt, 29 Prozent durch Fernsehgeräte, 25 Prozent durch tragbare Geräte und 4 Prozent von M2M-Modulen.

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