Streaming: Amazon-Streik auf Prime Instant Video ausgeweitet

Erstmals wird auch bei der Konzerntochter Amazon Prime Instant Video Germany gestreikt. Die Arbeitsniederlegungen bei Amazon werden am heutigen Dienstag an sechs Standorten weitergeführt.

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Verdi-Foto bei Facebook vom Amazon-Standort Elmshorn
Verdi-Foto bei Facebook vom Amazon-Standort Elmshorn (Bild: Verdi)

Die Streiks bei Amazon Deutschland werden ausgeweitet. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 31. März 2015 bekannt. Seit 6 Uhr an diesem Tag sind auch die knapp 80 Beschäftigten des DVD-Verleihers und Video-Streaming-Dienstes Amazon Prime Instant Video Germany (ehemals Lovefilm Deutschland GmbH) in Elmshorn (Schleswig-Holstein) zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Wie hoch die Beteiligung ist, sagte Verdi noch nicht.

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"Auch die Beschäftigten von Amazon Prime Instant Video fordern ihr Recht auf einen Tarifvertrag", sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand. Verdi hatte die Amazon-Firma Amazon Prime Instant Video Germany GmbH im Januar zu Tarifverhandlungen aufgefordert, nachdem die Beschäftigten in Elmshorn eine Tarifkommission gebildet hatten. Sie wollen den Abschluss eines Tarifvertrages zu den Bedingungen des Einzelhandels Schleswig-Holstein. Die Geschäftsführung von Lovefilm Deutschland hatte, wie in dem Konzern üblich, die Aufnahme von Tarifverhandlungen verweigert.

Amazon Deutschland hatte im Januar 2015 angekündigt, den Versand von FSK-18-DVDs und -Blu-rays für den Filmverleih einzustellen. Zur Begründung heißt es: "Aufgrund der hohen Portokosten für den Spezialversand von FSK-18-Titeln mit persönlicher Quittierung der Lieferung ist es uns nicht möglich, diese Discs kostengünstig anzubieten. Sofern verfügbar, werden wir die FSK-16-Versionen der Titel aufstocken." Damit machte Amazon einen weiteren Schritt, um den Verleih von Filmen auf Datenträgern einzustellen und die Nutzer zu Amazon Instant Video zu locken.

Die Streiks bei Amazon werden am heutigen Dienstag an sechs Standorten weitergeführt. In den Versandhandelszentren Bad Hersfeld, Leipzig, Koblenz, Rheinberg und Werne dauern die Arbeitsniederlegungen bis zum Ende der Spätschicht an. Bei Amazon Prime Instant Video nur bis zur Mittagszeit.

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An den Standorten Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg, Werne und Koblenz legten am gestrigen Montag insgesamt rund 1.550 Beschäftigte ihre Arbeit nieder. Die Streiks hatten in der Nacht von Sonntag auf Montag begonnen.

"Der Versandhändler behauptet immer wieder, die Streiks zeigten keine Wirkung, aber schon in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass es zu Lieferverzögerungen kommt und Amazon unter Druck gerät. Uns geht es nicht darum, Kundinnen und Kunden zu schädigen, sondern ein Unternehmen zum Abschluss eines Tarifvertrags zu bewegen", sagte Nutzenberger.

Nachtrag vom 31. März 2015, 14:12 Uhr

Eine Verdi-Sprecherin sagte Golem.de: "Heute waren bei Amazon Instant Video 30 Mitarbeiter für die Arbeit eingeplant. Einige sind krank oder im Urlaub. Von diesen 30 haben sich 20 am Streik beteiligt, darunter die gesamte Poststelle, so dass auch die DVD-Verschickung beeinträchtigt worden ist."

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tibrob 02. Apr 2015

Bist du sicher? Vielleicht muss jeder Film bei Anforderung per USB-Stick rübergetragen...

Drizzt 02. Apr 2015

Mimimi... ich mache zur Zeit eine 2. Ausbildung und verdiene 580¤ im Monat, davon muss...

Drizzt 02. Apr 2015

Und wieder mal ein typischer Fall von nicht genau gelesen... Prime bietet kostenlosen...

dreamtide11 02. Apr 2015

Ich teile deine Einschätzung dazu ganz. Was man an unseren beiden Postings aber schon...



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