Streaming: Akamai macht Videos mit Quic schneller
Mit dem Produkt Media Acceleration von Akamai sollen Kunden des Dienstleisters ihre Videostreamingangbote beschleunigen können. Nach einer langen Testphase mit ausgesuchten Kunden, die bereits im vergangenen Jahr begann, ist die Lösung Media Acceleration nun allgemein verfügbar(öffnet im neuen Fenster). Als einer der wichtigsten Bestandteile zum Beschleunigen der Videos integriert Akamai das Internetprotokoll Quic.
Das ursprünglich von Google erstellte Protokoll ist als schnelle Alternative zu verschlüsselten TCP-Verbindungen erdacht worden und setzt dabei auf UDP. Quic wird inzwischen bei der IETF standardisiert. Die Verwendung von Quic und weitere UDP-Optimierungen verbessern laut Akamai "die Geschwindigkeit, Qualität und Konsistenz, mit der Inhalte über das öffentliche Internet bereitgestellt werden. Gleichzeitig werden Qualitätsverluste, die oft auf den letzten Metern des Netzwerks auftreten, vermieden – und das sogar innerhalb der Haushalte".
Die Verwendung von Quic beschränkt sich zunächst auf Mobilanwendungen unter Android und iOS sowie Apples TVOS. Auf dem Desktop kann das Potenzial von Quic bisher nur mit dem Chrome-Browser von Google genutzt werden. Das laufende Standardisierungsverfahren zu Quic sollte allerdings dazu führen, dass auch andere Browser bald Quic zumindest experimentell unterstützen, vielleicht sogar schon in diesem Jahr.
Akamai bietet mit Media Acceleration darüber hinaus weitere Techniken, um das Übertragen der Daten zu beschleunigen. Tests mit Vimeo haben den beteiligten Unternehmen zufolge zu einer Verbesserung der Nutzung beigetragen. Sie betrifft vor allem die Verbreitung von hochaufgelösten Inhalten.
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