Streamer: Ninja spielt auf Youtube
Kein großer Rummel, sondern lediglich die Worte "eine Stunde" auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) – so hat Tyler "Ninja" Blevins für seinen ersten Livestream auf Youtube am 8. Juli 2020 geworben.
Die kurzfristige Ankündigung hat offensichtlich ausgereicht, die Zielgruppe zu aktivieren. In der Spitze haben rund 167.000 Zuschauer gleichzeitig verfolgt, wie Ninja etwa eineinhalb Stunden lang Fortnite gespielt hat. Seitdem wurde das Video(öffnet im neuen Fenster) mehr als 2,7 Millionen Mal abgerufen.
Ninja hat seine Streams bis vor kurzem exklusiv auf Mixer übertragen. Nachdem Microsoft das Videoportal am 23. Juni 2020 eingestellt hat, sucht Tyler einen neuen Partner.
Brancheninsider wie der normalerweise gut informierte Rod Breslau(öffnet im neuen Fenster) berichten, dass Ninja direkt zu Facebook Gaming hatte wechseln können und dafür sogar sehr viel Geld bekommen hätte.
Dieses Angebot habe Ninja aber abgelehnt, berichtet Breslau. Das Debüt auf Youtube war vermutlich eine Art Test über seinen Marktwert, dem ein Vertragsabschluss folgen könnte – bei Youtube oder einem der anderen denkbaren Portale, etwa Twitch.

Youtube dürfte an einem Deal ein großes Interesse haben. Das zu Google gehörende Unternehmen hat erst Anfang Mai 2020 einen Exklusivvertrag mit Felix 'Pewdiepie' Kjellberg abgeschlossen. Der ist auf Minecraft spezialisiert – Ninja würde das Portfolio mit seinem Fokus auf Fortnite und andere Actionspiele hervorragend abrunden.
Die Entscheidung von Ninja ist auch deswegen interessant, weil mit ihm die Zeit der hochdotierten Exklusivverträge für Streamer angefangen hat. Tyler ist auf Twitch bekanntgeworden. Anfang August 2019 hat er dann überraschend zu Mixer gewechselt – Gerüchten zufolge habe ihm Microsoft rund 30 Millionen US-Dollar über mehrere Jahre versprochen.
Auf Mixer war Ninja zwar auch erfolgreich, an die ganz große Reichweite wie über Twitch in den Jahren zuvor konnte er aber nicht anknüpfen. Das wiederum dürfte Werbepartnern wie Adidas nicht gefallen haben.
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