Abo
  • Services:

Stream On: Telekom klagt per Eilverfahren gegen Bundesnetzagentur

Die Deutsche Telekom muss bis Ende März die Auflagen der Bundesnetzagentur bei der Zero-Rating-Option Stream On erfüllen. Das will sie nun per Gericht verhindern.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet bald über die Tarifoption Stream On.
Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet bald über die Tarifoption Stream On. (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom klagt per Eilverfahren gegen die Auflagen bei ihrer Tarifoption Stream On. Eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Köln bestätigte auf Anfrage von Golem.de, dass bereits am 31. Januar 2018 eine entsprechende Klage gegen einen Bescheid der Bundesnetzagentur vom 6. Dezember 2017 eingegangen sei. Zwar hat die Telekom gegen die Auflagen auch Widerspruch bei der Bonner Regulierungsbehörde eingelegt. Doch da dieser Widerspruch keine aufschiebende Wirkung hat, geht das Unternehmen parallel per Eilverfahren gegen den Bescheid vor (Az.: 1 L 253/18).

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Nach Ansicht der Bundesnetzagentur verstößt die Telekom mit ihrem Zero-Rating-Tarif Stream On gegen die europäischen Vorgaben zur Netzneutralität und zum Roaming. Zwar argumentiert die Telekom dem Bescheid zufolge selbst damit, dass sie aus rein kommerziellen Gründen den Videotraffic in bestimmten Tarifen reduziere. Dennoch hält sie dieses Vorgehen mit der EU-Verordnung zur Netzneutralität vereinbar, obwohl dies darin ausdrücklich untersagt ist. "Wir sehen uns absolut im Recht", sagte Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag in Bonn.

Eine Million Kunden nutzen Dienst

Laut Wössner nutzen bereits mehr als eine Million Kunden die im April 2017 angekündigte Option. Dabei werden datenintensive Dienste wie Netflix oder Youtube nicht auf das Datenvolumen der Kunden angerechnet. Allerdings nur im Inland, was nach Ansicht der Bundesnetzagentur gegen die EU-Vorgaben zum Roaming verstößt.

Sollte die Telekom vor dem Verwaltungsgericht Köln das Eilverfahren verlieren, müsste sie spätestens bis zum 31. März die Auflagen erfüllen. Das Unternehmen kündigte für diesen Fall bereits an, das Angebot aus Kostengründen einzustellen. Bei Verstoß gegen die Auflagen drohen in einem ersten Schritt Bußgelder von bis zu 400.000 Euro.

Nach Angaben des Gerichts ist davon auszugehen, dass bis Ende des Monats eine Entscheidung getroffen wird. Falls dies nicht möglich sei, könnten beide Seiten eine Verlängerung der Frist vereinbaren, sagte die Sprecherin.

Nachtrag vom 7. März 2018, 13:22 Uhr

Nach Angaben des Verwaltungsgerichts Köln hat die Bundesnetzagentur eine Erklärung abgegeben, den Bescheid vor Abschluss des Eilverfahrens nicht vollstrecken zu wollen. Vor diesem Hintergrund sei eine Entscheidung des Gerichts nicht bis zum 31. März 2018 zu erwarten. Zudem habe sich das Aktenzeichen geändert, unter dem das Verfahren geführt wird. Wir haben die Angabe im ersten Absatz entsprechend geändert.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (u. a. Assassin's Creed Origins PC für 29€)
  3. 12,99€

a user 08. Mär 2018

Es haben eben NICHT alle beteiligten zugestimmt. Die, die nämlich benachteiligt werden...

Typisch1980 08. Mär 2018

Ok wenn du so Denkst warum bist du denn Steamon Nutzern. Dann nutz doch deinen Normalen...

DerDy 07. Mär 2018

Geil, erstmal andere als doof bezeichnen und dabei selber den Faden völlig verloren zu...

Ugly 07. Mär 2018

OK danke, dann soll es so sein. Dachte halt, dass die Technik mit Hybrid ziemlich...

ckerazor 07. Mär 2018

, also nicht in der Steinzeit des mobilen Internet, sondern noch gar nicht so lange her...


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Blackberry Key2 - Test Video aufrufen
Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

Samsung Flip im Test: Brainstorming mit Essstäbchen und nebenbei Powerpoint
Samsung Flip im Test
Brainstorming mit Essstäbchen und nebenbei Powerpoint

Ob mit dem Finger, dem Holzstift oder Essstäbchen: Vor dem Smartboard Samsung Flip sammeln sich in unserem Test schnell viele Mitarbeiter und schreiben darauf. Nebenbei läuft Microsoft Office auf einem drahtlos verbundenen Notebook. Manche Vorteile gehen jedoch auf Kosten der Bedienbarkeit.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Indien Samsung eröffnet weltgrößte Smartphone-Fabrik
  2. Foundry Samsung aktualisiert Node-Roadmap bis 3 nm
  3. Bug Samsungs Messenger-App verschickt ungewollt Fotos

    •  /