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Strauss Zelnick: Take-Two deutet Cloud-Gaming-Version von GTA 6 an

Action in Vice City ohne leistungsstarke Hardware: Das könnte laut Take-Two schon bald möglich sein. Die Firma äußert sich auch zur PC-Fassung.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von GTA 6 (Bild: Rockstar Games)
Artwork von GTA 6 Bild: Rockstar Games

GTA 6 könnte künftig nicht nur auf Spielekonsolen und PCs laufen, sondern per Cloud-Gaming auch auf wesentlich schwächerer Hardware. Das hat Take-Two-Chef Strauss Zelnick im Gespräch mit Analysten zumindest angedeutet. Grund: Er erwartet einen technischen Durchbruch beim Spielestreaming.

"Ich glaube, dass wir innerhalb von drei Jahren kommerzielles Streaming haben werden", sagte Zelnick. Mit kommerziell meine er ausdrücklich eine Lösung mit niedriger Latenz.

Damit sprach er eines der größten Probleme von Cloud-Gaming an: Das Spiel läuft auf einem entfernten Server, während Bild und Ton zum Spieler und dessen Eingaben zurück ins Rechenzentrum übertragen werden. Gerade bei schnellen Actionspielen können bereits kleine Verzögerungen deutlich spürbar sein.

Zelnick räumte ein, dass die Branche schon früher ähnliche Versprechen gemacht habe. Take-Two(öffnet im neuen Fenster) unterstützte beispielsweise Googles inzwischen eingestellten Dienst Stadia, äußerte aber bereits damals Bedenken wegen der Latenz.

Inzwischen hätten sich die technischen Voraussetzungen verändert, sagte Zelnick und verwies auf "enorme Fortschritte bei den Netzwerken der Hyperscaler" sowie bei Edge-Netzwerken.

Mit Hyperscalern sind Betreiber riesiger Cloudinfrastrukturen wie Google, Microsoft oder Amazon gemeint. Edge Computing verlagert Serverkapazitäten zusätzlich näher an die Nutzer.

Daten müssen dadurch kürzere Strecken zurücklegen, was die Verzögerung beim Streaming reduzieren kann. Zelnick zufolge arbeitet ein nicht genannter Marktteilnehmer derzeit an einem großen Edge-Netzwerk in den USA, das dieses Problem adressieren könnte.

Jedes Spiel läuft quasi überall

Die Auswirkungen hält der Take-Two-Chef für erheblich: Geräte, die bislang keine Spielemaschinen seien, könnten dadurch welche werden. Die "effektiv installierte Basis" könne sich theoretisch verzehnfachen.

Take-Two rechne deshalb allerdings nicht mit zehnmal so hohen Einnahmen, da besonders engagierte Spieler ohnehin bereits Konsolen oder Gaming-PCs besäßen.

Auf Nachfrage nach GTA sagte Zelnick zudem, Streaming bedeute letztlich, dass "alle Spiele zu Mobile-Spielen werden können, wenn man so will". Über die konkrete Zukunft von Grand Theft Auto wollte er nicht sprechen und verwies auf Rockstar Games.

GTA 6 – Trailer (Dezember 2023)
GTA 6 – Trailer (Dezember 2023) (01:30)

Parallel dazu gewinnt der PC für Take-Two massiv an Bedeutung. Vor 20 Jahren habe der PC bei einem gleichzeitig für Konsole und Rechner veröffentlichten Spiel lediglich 1 bis 2 Prozent der Verkäufe ausgemacht, sagte Zelnick.

Heute könnten es bei einer vergleichbaren Veröffentlichung bereits 40 bis 50 Prozent sein – mit weiter steigender Tendenz. PCs seien weit verbreitet, ließen sich problemlos mit Controllern nutzen und funktionierten hervorragend als Spielemaschinen.

Die Äußerungen des Managers machen Hoffnung, dass PC-Spieler nicht allzu lange auf eine Umsetzung für ihr System warten müssen. GTA 6 erscheint zunächst am 19. November 2026 für Playstation 5 und Xbox Series X/S.


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