Abo
  • IT-Karriere:

Stratix 10 MX: Alteras Chips nutzen HBM2 und Intels Interposer-Technik

Nicht nur Grafikkarten setzen auf High Bandwidth Memory: Alteras neue FPGAs namens Stratix 10 MX haben 16 GByte davon verbaut, der Takt ist höher als bei Nvidias Rechenbeschleuniger Tesla P100.

Artikel veröffentlicht am ,
Stratix 10 MX
Stratix 10 MX (Bild: Altera)

Die Intel-Tochter Altera hat neue Informationen zu den Stratix 10 MX bekanntgegeben. Diese Modellreihe von FPGAs (Field Programmable Gate Arrays) sind für 8K-Video-Encoding, Data-Center, Bilderfassung, High Performance Computing (HPC) und das Internet der Dinge gedacht. Die Chip-Familie umfasst derzeit fünf Modelle, die sich zwar in der Ausstattung und Rechenleistung unterscheiden, deren Design aber identisch ist. Angekündigt wurden die FPGAs ursprünglich im November 2015.

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, Sankt Gallen (Schweiz) / Deutschland (Home-Office)
  2. NETZSCH-Gerätebau GmbH, Selb (Raum Hof)

Alle Stratix 10 MX werden in Intels modernem 14FF-Herstellungsverfahren produziert, wodurch die Effizienz hoch und die Leistungsaufnahme gering ausfallen sollen. Konkrete Zahlen nennt Altera aber nicht. Basis der FPGA ist ein Cluster mit vier CPU-Kernen vom Typ Cortex-A53 mit bis zu 1,5 GHz. Diese steuern bis zu 2,05 Millionen programmierbarer 1-GHz-Schaltungen an, hinzu kommen weitere knapp 700.000 sogenannte Adaptive Logic Modules. Die genaue Rechenleistung bleibt unklar, Altera spricht nur allgemein von doppelter Geschwindigkeit verglichen mit der vorherigen FPGA-Generation.

Um die Logic Elements schnell genug mit Daten zu versorgen, sitzen rings um den FPGA vier Speicherstapel vom Typ HBM2. Altera nutzt High Bandwidth Memory mit bis zu 4 GByte pro Stack, die jeweils mit 1.024 Bit angebunden sind und mit 2 GHz takten. Das ergibt eine Datenrate von enormen 1 Terabyte pro Sekunde. Zum Vergleich: Die Fury X mit HBM1 kommt auf 1 GHz und 512 GByte pro Sekunde, die Tesla P100 mit HBM2 auf 1,4 GHz und 720 GByte pro Sekunde. Parallel zum High Bandwidth Memory unterstützen die Stratix 10 MX auch noch DDR4-2666-Arbeitsspeicher an acht Kanälen.

Die FPGAs und die HBM2-Stacks werden durch Embedded Multi Die Interconnect Bridges auf einem Package verbunden, Intels Alternative zu einem klassischen Interposer wie bei der Fury X und der Tesla P100. Die Dies kommunizieren durch vergleichsweise wenige Kontakte statt durch eine Vielzahl an TSVs, was laut Intel eine simplere Fertigung ermöglichen soll. Die gleiche Technik scheint Intel auch für Hybrid-Packages aus Broadwell-Xeons und Arria-FPGAs zu verwenden.

Altera plant, die Stratix 10 MX bis Mitte 2017 verfügbar zu machen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Lenovo Legion Y530-15ICH für 699€ + Versand - Bestpreis!)
  2. ab 99,00€
  3. (u. a. GTA 5 für 12,99€, Landwirtschafts-Simulator 19 für 27,99€, Battlefield V für 32,99€)

Folgen Sie uns
       


Schneller 3D-Drucker vom Fraunhofer IWU - Bericht

Ein 3D-Drucker für die Industrie: Das Fraunhofer IWU stellte auf der Hannover Messe 2019 einen 3D-Drucker vor, der deutlich schneller ist als herkömmliche Geräte dieser Art.

Schneller 3D-Drucker vom Fraunhofer IWU - Bericht Video aufrufen
Bug Bounty Hunter: Mit Hacker 101-Tutorials zum Millionär
Bug Bounty Hunter
Mit "Hacker 101"-Tutorials zum Millionär

Santiago Lopez hat sich als Junge selbst das Hacken beigebracht und spürt Sicherheitslücken in der Software von Unternehmen auf. Gerade hat er damit seine erste Million verdient. Im Interview mit Golem.de erzählt er von seinem Alltag.
Ein Interview von Maja Hoock

  1. White Hat Hacking In unter zwei Stunden in Universitätsnetzwerke gelangen

Strom-Boje Mittelrhein: Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
Strom-Boje Mittelrhein
Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein

Ein Unternehmen aus Bingen will die Strömung des Rheins nutzen, um elektrischen Strom zu gewinnen. Es installiert 16 schwimmende Kraftwerke in der Nähe des bekannten Loreley-Felsens.

  1. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  2. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um
  3. Erneuerbare Energien Wellenkraft als Konzentrat

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

    •  /