Stratix 10: Intel liefert seinen ersten FPGA an Kunden aus

Für Cloud-Computing und Datacenter: Die Intel-Tochter Altera liefert die Stratix 10 aus. Die FPGA-Chips grenzen sich vor allem durch ihren HBM2-Stapelspeicher von bisherigen Produkten ab.

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Stratix 10
Stratix 10 (Bild: Intel)

Intel hat in der vergangenen Woche begonnen, Partner mit Mustern der Stratix 10 genannten FPGAs zu beliefern. Die Field Programmable Gate Arrays stammen von Altera, die Intel Anfang 2015 für satte 17 Milliarden US-Dollar übernommen hat. Die Chips sind für nahezu jegliche Rechenzentren auf die eine oder andere Weise interessant, da sie bestimmten Anwendungen drastisch beschleunigen können und weitaus effizienter rechnen als CPUs oder GPUs.

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Die Stratix 10 sind die ersten Altera-FPGAs, die unter der Marke Intel veröffentlicht werden und daher ein entsprechendes Logo auf der schützenden Metallkappe, dem wärmeableitenden Heatspreader, tragen. Darunter sitzen der eigentliche FPGA mit 5,5 Millionen Logikelementen und vier integrierte ARM-Kerne. Intel nennt eine Rechengeschwindigkeit von 10 Teraflops bei einfacher Genauigkeit (FP32), allerdings keine Leistungsaufnahme. Gefertigt werden die Chips in Intels 14FF+-Verfahren, auch das Packaging erfolgt in Intels Werken.

  • Stratix 10 (Bild: Intel)
  • Stratix 10 ohne Heatspreader (Bild: Intel)
Stratix 10 (Bild: Intel)

Neben dem eigentlichen FPGA, links und rechts davon, befinden sich jeweils zwei Speicherstapel. Jeder der vier HBM2-Stacks (High Bandwidth Memory) ist mit 1.024 Datenleitungen mit dem Chip verbunden, womit aufaddiert 1 TByte die Sekunde an Informationen ausgetauscht werden können. Statt wie AMD bei den Fiji-Chips (Radeon Fury X) einen passiven Interposer zu nutzen, verwendet Altera sogenannte Embedded Multi Die Interconnect Bridges. Die Dies kommunizieren durch vergleichsweise wenige Kontakte statt durch eine Vielzahl an TSVs, was laut Intel eine simplere Fertigung ermöglichen soll.

Eingesetzt werden sollen die FPGAs als Beschleuniger für die Netzwerkstruktur in Daten- und Rechenzentren, um so die effektive Bandbreite zu erhöhen und die Latenz zu verringern. Einer der Kunden für Testzwecke dürfte Microsoft sein, das im Rahmen des Project Catapult massiv in FPGAs investiert hat.

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