Stratix 10 GX 10M: Intels neuer FPGA ist der größte bisher

Intel hat das neue FPGA-Modul Stratix 10 GX 10M vorgestellt. Mit schätzungsweise 43,3 Milliarden Transistoren soll er der bisher größte und leistungsfähigste seiner Art sein. Mit EMIB als Verbindungsmethode will das Unternehmen künftig viele weitere FPGAs schneller bauen.

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EMIB ist ein zentraler Bestandteil des neuen FPGA.
EMIB ist ein zentraler Bestandteil des neuen FPGA. (Bild: Intel)

Intel hat ein neues Field Programmable Gate Array (FPGA) für diverse spezielle Anwendungsszenarien vorgestellt. Der Stratix 10 GX 10M soll der derzeit größte Chip seiner Art sein. Auf dem Package sind geschätzt 43,3 Milliarden Transistoren untergebracht. Er wird im 14-nm-Verfahren hergestellt. 10,2 Millionen logische Einheiten stehen Entwicklern zur Verfügung. Außerdem verwendet die Hardware Teil-Dies, die mit EMIB verbunden werden. Das verwendete 2,5-D-Packaging-Verfahren hat der Hersteller bereits im Sommer 2019 gezeigt.

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EMIB hatte Intel bisher beispielsweise beim mittlerweile eingestellten Kaby Lake-G - dem Prozessor mit Vega-GPU - verwendet, um die Grafikeinheit mit HBM-Speicher zu verbinden. Dies für FPGAs wie dem Stratix zu verwenden, soll laut Hersteller zu einer schnelleren Entwicklung neuer FPGAs führen, da sich damit wohl leicht mehrere Dies zu einem Package zusammenfügen lassen.

EMIB überall

EMIB hat einen theoretischen Datendurchsatz zwischen einzelnen Dies von 6,5 TBit/s, verteilt über einen Bus mit 25.920 Verbindern. Der Stratix 10 GX 10M selbst verknüpft zwei Dies auf einem SoC, das 70 x 74 mm misst. Außerdem verwendet er insgesamt 48 Transceiver, die Daten mit einer Geschwindigkeit von 17,4 GBit/s senden und empfangen können. Diese sind übrigens ebenfalls mit EMIB verbunden.

FPGAs wie diese werden in Automatisierungstechnik und ASICs gern verwendet, da sie speziell für bestimmte Zwecke programmiert werden können. Der Vorteil des neuen Modells: Im Vergleich zum Vorgänger GX2800 soll er 40 Prozent weniger Energie bei gleicher Aufgabenstellung benötigen. Laut Intel soll er recht einfach vier ältere Module ersetzen können. Das kann die Kosten im Betrieb und in der Anschaffung stark senken.

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