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Strategiewechsel: Audi soll zehn Milliarden Euro in Elektroautos investieren

Um schneller auf Elektrofahrzeuge umzustellen, soll Audi bis 2022 etwa zehn Milliarden Euro sparen – bei der Entwicklung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Dabei sollen die Firmen des VW-Konzerns stärker kooperieren.
/ Andreas Donath
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Audi E-Tron Sportback Concept (Bild: Audi)
Audi E-Tron Sportback Concept Bild: Audi

Audi steht laut Berichten des Handelsblatts(öffnet im neuen Fenster) und der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) ein massives Umstrukturierungsprogramm ins Haus. Das Unternehmen soll seine Kosten bis 2022 um zehn Milliarden Euro senken und fünf neue Elektroautos auf den Markt bringen. Bisher war nur von zwei Modellen die Rede. Die Umsatzrendite von acht Prozent solle dennoch gehalten werden, heißt es bei Reuters. Audi kommentierte die Medienberichte nicht.

Audi e-tron Sportback concept
Audi e-tron Sportback concept (07:58)

Die bisher bekannten Elektroautos sollen 2018 das SUV Audi Q6 E-Tron mit 500 km Reichweite und 2019 der Audi E-Tron Sportback sein. Der Audi E-Tron Sportback ist mit einem Allradantrieb ausgerüstet. Die Gesamtleistung beider Elektromotoren soll bei 320 kW liegen und das Auto in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Zu den fünf weiteren Elektroautos ist nichts bekannt.

Die Kosteneinsparungen sollen durch gemeinsame Entwicklungen mit anderen VW-Unternehmen wie Porsche möglich werden, wobei geplant ist, Fahrzeugarchitekturen, Module und Komponenten nicht mehr getrennt voneinander zu entwickeln.

Laut Handelsblatt sollen die Entwicklungskosten neuer Modelle halbiert sowie Modellvarianten mit geringer Nachfrage aus dem Sortiment entfernt werden. Welche das sind, ist noch offen.

Erst Ende Mai 2017 hatte der Audi-Betriebsrat gefordert, Fahrzeuge mit alternativen Antrieben vor allem in Deutschland bauen zu lassen. Auch Forschung und Entwicklung sollten hierzulande stattfinden, verlangte der Chef des Gesamtbetriebsrates, Peter Mosch.


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