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Stratasys Infinite Build: Ford will Autoteile 3D-drucken

Drucken statt gießen: Ford testet den Einsatz von 3D-Druckern in der Automobilherstellung. Das System von Stratasys ist ein Hybrid aus Roboter und 3D-Drucker.
/ Werner Pluta
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Mittelkonsole aus dem 3D-Drucker: Teile in praktisch jeder Form und Länge (Bild: Ford)
Mittelkonsole aus dem 3D-Drucker: Teile in praktisch jeder Form und Länge Bild: Ford

Die Frontschürze aus dem 3D-Drucker: Der US-Automobilkonzern Ford will künftig größere Fahrzeugteile per 3D-Druck herstellen. Ein neuer Drucker des Marktführers Stratasys macht das möglich. Der wird derzeit in Fords Forschungs- und Entwicklungszentrum in Dearborn im US-Bundesstaat Michigan getestet.

3D-Druck beim Autobau – Ford
3D-Druck beim Autobau – Ford (00:30)

Dafür setzt Ford einen Prototyp des Infinite Build(öffnet im neuen Fenster) von Stratasys ein. Das System ist eine Mischung aus 3D-Drucker und Industrieroboter und braucht einen ganzen Raum für sich. Damit ließen sich Teile in praktisch jeder Form und Länge herstellen, sagt Ford(öffnet im neuen Fenster) .

Der Drucker verarbeitet ein Kunststoffpulver

Der Drucker arbeitet mit einem abgewandelten Schmelzschichtungsverfahren (Fused Deposition Modeling, FDM): Das Druckmaterial ist kein Filament, sondern ein feines Pulver. Ein Schneckenantrieb transportiert es aus dem Behälter zum Druckkopf. Dort wird es geschmolzen und ausgebracht.

Ist der Tank mit dem Kunststoffstaub leer, wechselt der Roboterarm ihn selbstständig gegen einen vollen aus. Damit kann der Drucker stunden- oder sogar tagelang im Einsatz sein. Da sich der Roboterarm frei bewegen kann, müssen die Lagen, in denen er das Material druckt, nicht flach sein.

Ein 3D-gedrucktes Teil ist leicht

Vorteil des 3D-Drucks sei, sagt Ford, dass sich damit leichtere Komponenten herstellen ließen. Eine 3D-gedruckte Frontschürze etwa sei nur halb so schwer wie eine aus Metall gegossene. Eine Gewichtsersparnis im Auto bedeutet beispielsweise einen geringeren Treibstoffverbrauch.

Außerdem will Ford damit Teile für Kleinserienfahrzeuge wie etwa Rennwagen drucken, um Kosten zu sparen. Für den Einsatz in der Serienfertigung seien die Maschinen jedoch noch nicht schnell genug.


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