Straßenverkehr: Elon Musk baut U-Bahn für Autos

Die Lösung des Stauproblems liegt unter der Erde, meint Elon Musk. "The Boring Company" soll Tunnel graben, in denen Autos auf elektrischen Wagen automatisch an ihr Ziel gefahren werden.

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Autos sollen auf Plattformen fahren, die Fahrstühle zu den Tunneln sind.
Autos sollen auf Plattformen fahren, die Fahrstühle zu den Tunneln sind. (Bild: Screenshot)

Es wirkte wie ein Aprilscherz, aber es war Dezember 2016. Elon Musk twitterte: "Der Verkehr macht mich verrückt. Ich werde eine Tunnelbohrmaschine bauen und einfach anfangen zu graben." Die Firma taufte er auf den Namen "The Boring Company", was sich entweder mit "Die Bohrfirma" oder "Die langweilige Firma" übersetzen lässt. Es war aber kein Scherz. Die Firma wurde tatsächlich gegründet. Inzwischen gibt es nicht nur die Tunnelbohrmaschine, sondern auch ein Video, das Elon Musks Konzept zeigt.

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Um dem Verkehr auf der Straße zu entgehen, sollen die Autos auf Plattformen am Straßenrand fahren, die tatsächlich Aufzüge zu einem unterirdischen Tunnel sind. Die Plattformen sind elektrisch betriebene fahrbare Untersätze für Autos, die ihren Strom ähnlich wie eine U-Bahn von einer stromführenden Mittelschiene beziehen. Allerdings fahren sie auf herkömmlichen Gummirädern.

Keine Hyperloop

In den Tunneln sollen die Autos automatisch an ihr Ziel gefahren werden und mit einem zweiten Aufzug wieder zurück ans Tageslicht kommen. Die Fahrzeuginsassen müssen zu keinem Zeitpunkt ihr Auto verlassen oder selbst fahren. Die Führung entlang der Schienen in Tunneln ohne unkontrolliertem Verkehr dürfte den Autopiloten der Untersätze viel weniger abverlangen, als das Fahren im Straßenverkehr.

Die Automatisierung ermöglicht es auch, in viel engeren Tunnelröhren zu fahren, als es bei herkömmlichen Autotunneln der Fall wäre. Wie klaustrophobisch diese Erfahrung in der Praxis wird, kann kaum von der Animation auf Youtube abgeleitet werden, wo alles Erdreich durchsichtig ist. Die Geschwindigkeiten in den Tunneln sollen bis zu 200 Kilometer in der Stunde erreichen.

Ohne offizielle Angaben lässt sich nur erahnen, wie weitläufig das Tunnelnetz sein soll. Bisher hat die Firma nur zu Testzwecken einen Fußgängertunnel in der Nähe des SpaceX-Firmensitzes in Los Angeles gebohrt. Auch wenn die Geschwindigkeiten nicht das Niveau der Hyperloop erreichen, wäre das System auch für längere Strecken geeignet. Zumal Geschwindigkeiten von 200 Kilometern pro Stunde in den USA weder auf den Straßen erlaubt sind, noch von den Eisenbahnen in Kalifornien erreicht werden.

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Clown 02. Mai 2017

Nanu? Wo wohnst Du denn? ;)

Dwalinn 02. Mai 2017

Bei einen Durchmesser von 3,6m muss man dann aber in jeder Richtung auch 2 Tunnel bohren...

Clown 02. Mai 2017

Hier auch: Für die Entwicklung in der Firma gilt Anwesenheitspflicht, obgleich viele grö...

Avdnm 02. Mai 2017

Ich würde liebend gerne wieder mit den ÖPNV zur Arbeit fahren. Wäre für mich definitiv...

Ovaron 01. Mai 2017

Ich hab jetzt irgendwie das Bild im Kopf wie wir im Tunnel neben unseren Autos liegen...


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