Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Straßenleuchten: Nach der LED kommt die Intelligenz

Light + Building
LED-Straßenleuchten werden besser – und bekommen neue Aufgaben: Immer mehr Konzepte machen sie zum Wirt für andere Techniken, wie etwa das Unternehmen Leipziger Leuchten zeigt.
/ Andreas Sebayang
26 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Modular oder traditionell. Bei den Leipziger Leuchten gibt es beides. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Modular oder traditionell. Bei den Leipziger Leuchten gibt es beides. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Straßenleuchten, die auf Halbleitertechnik basieren: Sie sind überall auf der Lichtmesse Light + Building zu sehen. Und nicht nur am Design hat sich in den vergangenen zwei Jahren viel getan; es wurden Konzepte erdacht, um die enorme Blendwirkung der Leuchten zu reduzieren. Die Straßenleuchten werden auch zum Wirt für andere Techniken.

LED-Straßenleuchten angesehen
LED-Straßenleuchten angesehen (01:17)

Schon im vorletzten Jahr bewarb Philips seine LTE-Straßenleuchte auf der Light + Building. Doch weniger bekannte Leuchtenhersteller arbeiten an mehr Technik in den einfachen Masten, wie in diesem Jahr auf der Messe zu sehen ist.

Modulare Masten

Die Leipziger Leuchten(öffnet im neuen Fenster) präsentieren das Pablo-Mast-Konzept. Die modular aufgebauten Leuchten könnten nicht nur bis zu drei unterschiedliche Lichtkomponenten aufnehmen, sondern sind auch für Digital Signage, Lautsprecher oder Kameras geeignet. Für die Datenübertragung sorgen Antennen auf dem Mast. Solche Leuchten eignen sich etwa für Parks oder auch Bahnhofsvorplätze.

Etwas schwieriger in der Installation sind die Leuchten mit Mastladestation für Elektrofahrzeuge. Da eine typische Straßenleuchte von Leipziger Leuchten nur um die 20 Watt Leistung aufnimmt, reicht der reguläre Stromanschluss im Boden nicht aus. Es müssen also erst einmal neue Kabel verlegt werden.

Auch am Beleuchtungsdesign hat das Unternehmen gearbeitet und mit Cleverlight schon länger eine intelligente Beleuchtung im Angebot, die sich bei Bedarf auf zehn Prozent der Lichtleistung herunterdimmt. Erst wenn sich beispielsweise ein Fahrzeug in Reichweite bewegt, werden die Leuchten heller – und das nutzerbestimmt und vorausschauend. Es werden also einige Leuchten vor dem Fahrzeug aktiviert, die über WLAN miteinander kommunizieren. Eine neue Option ist dabei das Gateway, mit dem die Steuerung und Konfiguration der Leuchten zentral durchgeführt werden kann.

Straßenleuchten werden fast nur noch in der LED-Ausführung produziert. Zwar sind diese Ausführungen noch nicht überall anzutreffen, das liegt aber an der sehr langen Betriebsdauer der Straßenbeleuchtung. In vielen Städten finden sich beispielsweise noch zahlreiche Gaslaternen. Allein Berlin hat noch rund 35.000 Gasleuchten verschiedener Bauarten im Einsatz(öffnet im neuen Fenster) , die aber zunehmend auf LEDs umgerüstet werden. Aufgrund der historischen Bedeutung bietet sich der Ersatz mit modernen Straßenleuchten nicht an.


Relevante Themen