• IT-Karriere:
  • Services:

Straßenbeleuchtung: Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt

Gut 40 Prozent der Straßenbeleuchtung funktionierten in Detroit vor ein paar Jahren nicht. Mit einem LED-Erneuerungsprogramm sollte das behoben werden. Doch ausgerechnet ein bestimmter Straßenleuchtentyp von Leotek fällt reihenweise aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Leoteks E-Cobra-Leuchten fallen in Detroit in großer Anzahl aus.
Leoteks E-Cobra-Leuchten fallen in Detroit in großer Anzahl aus. (Bild: Leotek/Carl Larson/Pexels/Montage: Golem.de)

Die Stadt Detroit im US-Bundesstaat Michigan hat ein großes Problem mit ihren neuen LED-Straßenleuchten, wie Detroit News berichtet. Nach nur wenigen Jahren fällt demnach die von Leotek produzierte LED-Straßenbeleuchtung reihenweise aus - das Unternehmen ist verantwortlich für einen großen Teil eines LED-Erneuerungsprogramms in Detroit. Detroit News beruft sich auf Angaben der Public Lighting Authority (PLA) der Stadt. Diese erwarte den Ausfall oder Teilausfall von bis zu 20.000 LED-Leuchten, die entweder schwächer oder "ausbrennen" würden.

Inhalt:
  1. Straßenbeleuchtung: Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  2. Es trifft eine Stadt, die sich gerade erst erholt

Das Problem fiel bereits im Herbst 2018 auf, Leotek hat es auch schon genauer analysiert. Offenbar entsteht enorme Hitze, die dafür sorgt, dass die optische Linse oberhalb der LED ausbrennt. Bilder, die Detroit News zeigt, lassen sogar Löcher in der Optik erkennen. Der Halbleiter-Chip leuchtet - wenn er denn noch funktioniert - durch dieses Loch, dessen Ränder verkohlt aussehen. Leotek hat versprochen sich des Problems anzunehmen, sich laut Vertretern der Stadt aber in den vergangenen Wochen nicht mehr gemeldet. Auch Anfragen von Detroit News wurden nicht beantwortet.

Die Stadt hat für den Kauf von 25.320 LED-Leuchten des Models E-Cobra (PDF-Datenblatt) 3,9 Millionen US-Dollar ausgegeben, das entspricht etwa 155 US-Dollar je Leuchte. Das wirkt recht günstig, zumal der Kaufvorgang 2014 initiiert wurde, als der Einsatz der Technik noch am Anfang stand und die Preise entsprechend hoch waren. Dazu kommen noch einmal 5,9 Millionen US-Dollar für die Installation des Systems. Laut der PLA beinhaltet der Vertrag eine Zehnjahresgarantie inklusive Austauschservice.

Nach Angaben der Stadt verstößt Leotek gegen diesen Vertrag: Das Unternehmen soll sich weigern, Garantieleistungen durchzuführen. Die Stadt hat bereits rechtliche Schritte gegen das Unternehmen ergriffen, schließlich sollten die Leuchtmittel mindestens ein Jahrzehnt überstehen.

Stellenmarkt
  1. Atlas Copco IAS GmbH, Bretten
  2. SIZ GmbH, Bonn

Nach Herstellerdaten sollen die Leuchtmittel 90 Prozent ihrer Helligkeit über einen Zeitraum von 100.000 Stunden beibehalten können. Das wären selbst im Dauerbetrieb mehr als 11 Jahre. Da Straßenbeleuchtung zudem nicht sofort bei Sonnenuntergang aktiviert werden muss, kann man davon ausgehen, dass ein Jahrzehnt sehr realistisch ist - zumal LEDs auch unter 90 Prozent noch ausreichend hell sind. Dass Leuchtmittel im Laufe der Zeit dunkler werden, ist ein normaler Vorgang und nicht nur auf LEDs beschränkt.

Durch die Ausfälle der Straßenleuchten sind einige Gegenden Detroits bereits zu dunkel. Detroit News zufolge hatte die Stadt Berkeley im Bundesstaat Kalifornien ebenfalls Probleme mit Leotek. Dort gibt es bereits Verhandlungen über eine Lösung. Der ohnehin arg gebeutelten Stadt Detroit hilft das wenig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Es trifft eine Stadt, die sich gerade erst erholt 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Pacony 28. Mai 2019

Genau wegen den hohen Anschaffungskosten ist es bei uns ja eine Miete geworden. So...

zander76 14. Mai 2019

das es auch andere trifft und nicht nur bei mir die LEDs schon nach einem...

ase (Golem.de) 14. Mai 2019

Hallo, Die LEDs überleben das wohl und brennen anscheinend die Optik durch. Ich kann die...

Copper 14. Mai 2019

Hängt hauptsächlich davon ab, wieviel in die Ansteuerelektronik investiert wurde (wobei...

FerdiGro 12. Mai 2019

Natürlich wird ein sehr geringer Teil absorbiert. Wenn man einen richtigen Diffusor nimmt...


Folgen Sie uns
       


Minikonsolen im Vergleich - Golem retro

Retro-Faktor, Steuerung, Emulationsqualität: Wir haben sieben Minikonsolen miteinander verglichen.

Minikonsolen im Vergleich - Golem retro Video aufrufen
Radeon RX 5600 XT im Test: AMDs Schneller als erwartet-Grafikkarte
Radeon RX 5600 XT im Test
AMDs "Schneller als erwartet"-Grafikkarte

Für 300 Euro ist die Radeon RX 5600 XT interessant - trotz Konkurrenz durch Nvidia und AMD selbst. Wie sehr die Navi-Grafikkarte empfehlenswert ist, hängt davon ab, ob Nutzer sich einen Flash-Vorgang zutrauen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte AMD bringt RX 5600 XT im Januar
  2. Grafikkarte Radeon RX 5600 XT hat 2.304 Shader und 6 GByte Speicher
  3. Radeon RX 5500 XT (8GB) im Test Selbst mehr Speicher hilft AMD nicht

Lovot im Hands-on: Knuddeliger geht ein Roboter kaum
Lovot im Hands-on
Knuddeliger geht ein Roboter kaum

CES 2020 Lovot ist ein Kofferwort aus Love und Robot: Der knuffige japanische Roboter soll positive Emotionen auslösen - und tut das auch. Selten haben wir so oft "Ohhhhhhh!" gehört.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orcam Hear Die Audiobrille für Hörgeschädigte
  2. Schräges von der CES 2020 Die Connected-Kartoffel
  3. Viola angeschaut Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch

Digitalisierung: Aber das Faxgerät muss bleiben!
Digitalisierung
Aber das Faxgerät muss bleiben!

"Auf digitale Prozesse umstellen" ist leicht gesagt, aber in vielen Firmen ein komplexes Unterfangen. Viele Mitarbeiter und Chefs lieben ihre analogen Arbeitsmethoden und fürchten Veränderungen. Andere wiederum digitalisieren ohne Sinn und Verstand und blasen ihre Prozesse unnötig auf.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  2. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"
  3. Digitalisierungs-Tarifvertrag Regelungen für Erreichbarkeit, Homeoffice und KI kommen

    •  /