Straße von Hormus: Iran kassiert Mautgebühren in Bitcoin
Während des Waffenstillstandes im Irankrieg lässt der Iran Schiffe durch die für den internationalen Ölhandel kritische Straße von Hormus passieren. Die Financial Times (FT) berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass das Land dabei Gebühren in Bitcoin kassiert. Wie iranische Behörden der Zeitung am 8. April 2026 mitteilten, soll diese Praxis auch während der Feuerpause beibehalten werden.
Jedes Schiff, das die Straße passiert, werde überprüft. Offiziell diene dies der Überprüfung auf illegal transportierte Waffen, so ein Angehöriger der iranischen Behörden. Im Laufe des 8. April stellte der Iran die Passage durch die Straße von Hormus wieder ein, da Israel Angriffe im Libanon durchgeführt hatte.
Schiffe, die durch die Straße von Hormus wollen, müssen den iranischen Behörden offenbar eine E-Mail schreiben. Anschließend legt der Iran die Höhe der Maut fest; pro Barrel Öl werden umgerechnet 1 US-Dollar fällig. Bei einem Supertanker, der über 2 Millionen Barrel Rohöl transportieren kann, wird das entsprechend teuer.
Zahlung darf nicht nachverfolgbar sein
Für die Zahlung in Bitcoin wird den Schiffseignern ein Zeitfenster von wenigen Sekunden gewährt. Laut dem iranischen Behördensprecher soll dies gewährleisten, dass die Transaktion nicht nachverfolgbar ist; der Iran steht unter Sanktionen. Die von den Schiffen befahrbare Passage führt wesentlich näher an iranischem Festland vorbei als die Standardroute vor dem Krieg.
Vor dem Irankrieg war die Straße von Hormus frei passierbar, täglich fuhren etwa 135 Schiffe hindurch. Mit dem aktuellen System sollen Experten zufolge lediglich zehn bis 15 Schiffe am Tag passieren können. Im Persischen Golf sollen aktuell zwischen 300 und 400 Schiffe auf die Ausfahrt warten, darunter 187 Öltanker mit insgesamt 175 Millionen Barrel Rohöl.
Aufgrund der Blockade der Straße von Hormus haben sich die Rohölpreise weltweit deutlich erhöht . In diesem Zuge sind auch Spritpreise gestiegen. Die Preise für Benzin und Diesel wurden allerdings auch erhöht , nachdem sich die Rohölpreise wieder stabilisiert hatten. Aktuell herrscht offiziell ein Waffenstillstand zwischen den Konfliktparteien, es wurden allerdings weiter Angriffe gemeldet.
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