Strangeworks: US-Firma übernimmt deutsches Start-up Quantagonia
Das US-Unternehmen Strangeworks wird das deutsche Start-up Quantagonia kaufen. Das gaben die Partner am 20. August 2025 bekannt(öffnet im neuen Fenster) .
"Die finanziellen Details der Übernahme haben wir nicht veröffentlicht" , sagte Casey Barthels, Chief Creative Officer bei Strangeworks, Golem auf Anfrage. In einer Finanzierungsrunde im Juni 2023 wurde Quantagonia mit 13 Millionen Euro bewertet.
Das Unternehmen hat eine Hybrid-Quantum-Plattform entwickelt, die bestehende Software sowohl auf klassischen als auch auf Quantencomputern ausführen kann. Strangeworks ist ein Anbieter von Software für Quanten- und Hochleistungs-Computing-Software.
Gegründet im November 2021 von Dirk Zechiel, Professor Sabina Jeschke, Professor Sebastian Pokutta und Philipp Hannemann, besteht das Quantagonia-Team inzwischen aus rund 15 Experten. "Es ist von großer Bedeutung für den Standort Deutschland und Europa, jetzt aktiv zu handeln und 'quantum ready' zu sein" , sagte Zechiel bei der Gründung.
Ohne Marketingphrasen: Was macht Quantagonia?
Zechiel sagte im Juli 2023 im Podcast von Startup Insider(öffnet im neuen Fenster) , man arbeite an der Fragestellung, wie man herkömmliche Software auf Quantenrechner bringen könne.
"Auf physikalischem Level verstehe ich da jetzt auch nicht den allerletzten Zusammenhang" , räumte der Firmenchef zum Thema Quantencomputing ein. Man wolle aber, "dass der Kunde sich auch nicht mit dieser Physik beschäftigen muss, sondern eher in seiner gewohnten Welt die Algorithmen nutzen kann" .
Quantencomputer sind noch in der Entwicklungsphase und Quantagonia entwickelt selbst keine solchen Systeme. Zechiel sagte: "Wir übersetzen die Software, wenn ein Kunde schon Planungsmodelle hat, dann kann er die auf unsere Plattform geben, die werden dann in einem hybriden Verfahren – teilweise noch auf klassischer Hardware (...) und zukünftig mehr und mehr Richtung Quantenwelt gerechnet. Das machen wir auf unserer Plattform."
Quantagonia hat eine Solver Orchestration Engine als hardwareunabhängige Solver-Management- und Auswahltechnologie geschaffen. KI-gestützte Entscheidungsfindungssoftware, die auf Large Language Models (LLMs) basiert, ergänzt die Solver Orchestration Engine. Eine Sprachschnittstelle soll es nicht-technischen Experten wie Betriebsleitern, Supply-Chain- oder Personalfachleuten ermöglichen, Planungsprobleme zu lösen.