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Stranger Things: Wieso nicht mehr Figuren im Finale sterben

Die Duffer Brothers äußern sich zum Kritikpunkt, dass nicht mehr Hauptfiguren im Finale von Stranger Things gestorben sind.
/ Peter Osteried
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Eleven opfert sich - oder doch nicht? (Bild: Netflix)
Eleven opfert sich - oder doch nicht? Bild: Netflix

Die Duffer Brothers waren beim Podcast Happy Sad Confused(öffnet im neuen Fenster) von Josh Horowitz zu Gast und sprachen auch darüber, wieso im Finale von Stranger Things keine Hauptfiguren sterben – und der eine Serientod etwas ambivalent gestaltet ist. Während viele Fans über Jahre hinweg damit gerechnet hatten, dass die Serie mit dem Tod wichtiger Charaktere enden würde, blieb das große Sterben aus. Die einzige nennenswerte Figur, die im Finale tatsächlich stirbt, ist Kali Prasad, gespielt von Linnea Berthelsen. Die aus Staffel zwei bekannte Figur wird zurückgebracht, nur um kurz darauf von Lieutenant Akers erschossen zu werden. Ob Kali vor ihrem Tod noch eine Illusion erzeugt, um Eleven die Flucht zu ermöglichen, bleibt dabei offen.

Es ist eine Geschichte über das Leben, nicht das Sterben

Entgegen der Erwartung, dass ein vergleichsweise gnädiges Ende bei den Zuschauern gut ankommen würde, reagierte ein Teil der Fangemeinde verärgert. Kritisiert wurde vor allem, dass die Serie bei den Konsequenzen für ihre Hauptfiguren ausgewichen sei. Die Serienmacher, die Duffer Brothers, haben sich nun öffentlich zu dieser Kritik geäußert.

Matt und Ross Duffer entschieden sich bewusst gegen den Tod zentraler Figuren. Matt Duffer betonte, dass Stranger Things im Kern eine Coming-of-Age-Geschichte sei. Der Umgang mit Tod und Verlust spiele zwar eine Rolle, stehe aber nicht im Mittelpunkt der Serie. Man habe zwar die Möglichkeit gehabt, Figuren sterben zu lassen, dies habe jedoch nicht dem entsprochen, wofür die Serie stehe.

Verschiedene Szenarien wurden durchgespielt

Nach Angaben der Duffers wurden im Autorenraum dennoch verschiedene Szenarien durchgespielt, einschließlich des Todes von Hauptfiguren. Ziel sei es gewesen, alle erzählerischen Optionen zu prüfen und sich am Ende für das zu entscheiden, was sich für die Geschichte richtig anfühle. Dass selbst Eleven, die im Finale offenbar ein Opfer bringt, kein eindeutiges Schicksal erhält, ist Teil dieser Entscheidung.

Die Serienmacher räumen ein, dass jede Variante zwangsläufig einen Teil des Publikums enttäuscht hätte. Ein radikaleres Ende hätte ebenso Kritik ausgelöst wie das nun gewählte.


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