Strange New Worlds Folge 1 bis 3: Star Trek - The Latest Generation

Strange New Worlds kehrt zu episodenhaften Geschichten zurück und will damit Star-Trek-Fans alter Schule abholen. Das gelingt mit Bravour. Achtung, Spoiler!

Eine Rezension von veröffentlicht am
Strange New Worlds zeigt die USS Enterprise NCC-1701 von ihrer besten Seite.
Strange New Worlds zeigt die USS Enterprise NCC-1701 von ihrer besten Seite. (Bild: Paramount)

Achtung! Wir besprechen in dieser Rezension Charaktere und Auszüge der ersten drei Folgen von Star Trek: Strange New Worlds. Wer nichts wissen möchte, bevor er es selbst schaut, sollte ab hier nicht weiterlesen.

Inhalt:
  1. Strange New Worlds Folge 1 bis 3: Star Trek - The Latest Generation
  2. Star Trek in schön
  3. Strange New Worlds Episode 1 bis 3 - Verfügbarkeit und Fazit

Star Trek: Discovery und Star Trek: Picard kommen bei besonders eingefleischten Fans nicht besonders gut an. Auf der einen Seite wird eine komplett vom eigentlichen Universum abgekoppelte Geschichte mit viel Pathos erzählt - wie es aktuell bei Discovery der Fall ist. Auf der anderen Seite hat die zweite Staffel von Star Trek: Picard nicht mehr viel mit Star Trek zu tun - trotz Patrick Stewart, Jeri Ryan, Brent Spiner und anderen bekannten Schauspielern, die im 20. Jahrhundert in Star Trek zu echten Ikonen wurden.

Viele ältere Trekkies, die sich neue Spin-offs der Serie anschauen, sehnen sich daher nach der bekannten Star-Trek-Formel mit starken und nachvollziehbaren Charakteren, Humor und familiären Banden zwischen Crewmitgliedern. Ebenfalls besonders: Diese Familie arbeitet typischerweise Folge für Folge am Science-Fiction-Problem der Woche, an Geschichten, die sich über 40 Minuten, nicht über zehn Folgen spannen. Zu dieser Formel will die neue Serie Star Trek: Strange New Worlds zurückkehren. Wir können nur sagen: Das ist in den ersten drei Folgen gelungen.

Die neue Spin-off-Serie schließt an Ereignisse an, die sich innerhalb von Star Trek: Discovery abspielen. Die Crew der USS Enterprise NCC-1701, ja: genau die, erlebt unter Führung von Captain Christopher Pike (Anson Mount) neue Abenteuer in unendlichen Weiten. Mit dabei sind Figuren, die wie Darth Vader und Luke Skywalker aus Star Wars mittlerweile fester Bestandteil der Popkultur sind: Wissenschaftsoffizier Spock (Ethan Peck), Krankenschwester Christine Chapel (Jess Bush) und Kommunikationsoffizierin Nyota Uhura (Celia Rose Gooding).

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Zu den bekannten Charakteren gesellen sich einige neue Figuren, die teilweise mit Charakteren aus Star-Trek-Filmen und Serien in Verbindung stehen. Sicherheitschefin La'an Noonien-Singh (Christina Chong) ist etwa mit dem genetisch manipulierten Superbösewicht Khan Noonien Singh verwandt, während zu Beginn der Serie ein weiteres Mitglied mit bekanntem Nachnamen der Crew der Enterprise beitritt.

Es ist aber nicht alles so an Bord der Enterprise, wie es Veteranen gewohnt sind. Schließlich spielt Strange New Worlds noch vor den Ereignissen von Star Trek: The Original Series. Uhura startet etwa als junge Kadettin, die sich ihrer Zukunft bei der Sternenflotte unsicher ist. Spock ist nicht der zweite Offizier. Diese Rolle übernimmt natürlich Una Chin-Riley (Rebecca Romijn). Sie steht als Nummer Eins Pike zur Seite, wie sie es bereits in Star-Trek: TOS getan hat.

Statt Montgomery Scott bekommt das Raumschiff zudem einen anderen Chefingenieur. Der blinde Aenar Hemmer (Bruce Horak) ist mit seinem sarkastischen Unterton direkt einer unserer Lieblingscharaktere.

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Generell legt Strange New Worlds etwas mehr Wert auf ausgeprägte Charaktere und ihr Zusammenspiel. Entsprechend unterhalten sich Figuren weniger über Warpspulen, Sub-Quantenzustände, Feldmuster oder andere technische Errungenschaften des 23. Jahrhunderts, sondern zunächst über ihre Emotionen, ihre teilweise überraschende Vergangenheit und ihre Motivationen als Offiziere der Föderation.

  • Die Brücke der Enterprise im Retro-Stil (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Mit dabei: Erste Offizierin Una Chin-Riley (links), Captain Pike und Spock (rechts) (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Die Enterprise ist auch vom Boden aus gut erkennbar. (Bild: Paramount)
  • Schwester Christine Chapel ist sich ihrer Sache sicher. (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Sicherheitsoffizierin La'an Noonien-Singh (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Chefingenieur Hemmer kann gut kochen. (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Kadettin Nyota Uhura ist sich ihrer Zukunft noch unsicher. (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Die Enterprise ist schnell und wendig.  (Bild: Paramount)
Die Enterprise ist auch vom Boden aus gut erkennbar. (Bild: Paramount)

Dabei verzichtet die Neuinterpretation auch auf die ein wenig angestaubt wirkenden Shakespeare-Referenzen oder die klassischen Violinenkonzerte von Star Trek: The Next Generation. Das wird durch Barbecue-Parties und simple After-Work-Zusammenkünfte ersetzt. Die Crew der Enterprise wirkt dadurch menschlicher und weniger abgehoben, was wir sehr begrüßen.

Zurück zu Geschichten in 40 Minuten

Zumindest in den ersten drei Folgen wird jeweils eine der Hauptfiguren mehr in den Mittelpunkt gerückt, während die gesamte Crew parallel an teilweise schwierigen Problemen der Woche arbeitet. Wir als Zuschauer bekommen so von allen wichtigen Figuren genug Hintergrundstory und Eigenheiten vermittelt, ohne dass ein Charakter dauerhaft vernachlässigt wird.

So werden fragwürdige und für uns kaum emotionale Momente wie in Star Trek: Discovery vermieden. Diese Serie konzentrierte sich zu Beginn viel zu sehr auf ihren Hauptcharakter und vernachlässigte die Brückencrew. In Strange New Worlds fühlen wir viel mehr mit, wenn eine Figur in Gefahr ist oder eine brillante Idee für die Lösung eines Problems hat.

  • Die Brücke der Enterprise im Retro-Stil (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Mit dabei: Erste Offizierin Una Chin-Riley (links), Captain Pike und Spock (rechts) (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Die Enterprise ist auch vom Boden aus gut erkennbar. (Bild: Paramount)
  • Schwester Christine Chapel ist sich ihrer Sache sicher. (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Sicherheitsoffizierin La'an Noonien-Singh (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Chefingenieur Hemmer kann gut kochen. (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Kadettin Nyota Uhura ist sich ihrer Zukunft noch unsicher. (Bild: Paramount/Startrek.com)
  • Die Enterprise ist schnell und wendig.  (Bild: Paramount)
Mit dabei: Erste Offizierin Una Chin-Riley (links), Captain Pike und Spock (rechts) (Bild: Paramount/Startrek.com)

Generell funktionieren die episodenartigen Geschichten für uns im Star-Trek-Kontext weit besser als die staffelübergreifenden Storys aus Discovery und Picard. Vor jeder Folge sind wir aufs Neue gespannt, mit welchen Spezies und Kulturen Captain Pike und sein Team dieses Mal in Kontakt kommen. Zugleich können alle Charaktere einmal zeigen, warum sie zu den besten Offizieren der Sternenflotte gehören.

Auch in Sachen Optik können wir bisher nur Lob aussprechen: Die großartigen CGI-Effekte, das Setdesign und Kostüme treffen hier auf eine modernisierte Kameraführung und Beleuchtung. Kaum eine Star-Trek-Serie hat bisher so gut ausgesehen.

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Star Trek in schön 
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Astorek 25. Mai 2022 / Themenstart

Ich hab mir die zweite Staffel nicht angesehen, aber deiner Beschreibung nach zu urteilen...

Sterling-Archer 23. Mai 2022 / Themenstart

die rechnung ist allgemein, dass du mehr als eine einzige serie konsumieren magst...

Sterling-Archer 23. Mai 2022 / Themenstart

bubububu das schlimmste an picard finde ich weiterhin, dass man den greisesten der...

Ach 23. Mai 2022 / Themenstart

Aus dem von dir beschriebenen Zurschaustellerei von nicht nur dem Einen sondern jedem...

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