Strahlung: Mobilfunk verpflichtet sich bei Small Cells auf Grenzwerte

Mit 5G kommen viele Small Cells. Die Betreiber wollen auch hier die Grenzwerte einhalten oder sogar weit unterschreiten.

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Small Cells sind kleine Verstärker für das Mobilfunknetz.
Small Cells sind kleine Verstärker für das Mobilfunknetz. (Bild: Deutsche Telekom)

Die Bundesregierung hat eine Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber zu Small Cells angenommen. Das gab das Bundesumweltministerium am 3. April 2020 bekannt. Die Betreiber sagen darin zu, auch bei den Sendeanlagen mit geringer Reichweite den Schutz vor den elektromagnetischen Feldern nach den etablierten Standards zu gewährleisten.

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Derzeit werden die Mobilfunknetze in Deutschland stark ausgebaut. An Orten hoher Netzauslastung wie in Innenstädten, Veranstaltungsorten oder Stadien kommen zur Verstärkung der Kapazität zunehmend derartige Small Cells zum Einsatz. Mit dem Aufbau der neuen 5G-Netze ist dem Umweltministerium zufolge damit zu rechnen, dass sich diese Entwicklung weiter verstärkt. Alle Betreiber hätten zugesagt, bei diesen Kleinzellen dasselbe Schutzniveau einzuhalten, wie es durch die Grenzwerte der Verordnung über elektromagnetische Felder für Basisstationen größerer Leistung etabliert sei, heißt es in der Mitteilung.

Die elektrischen Feldstärken werden in Volt pro Meter, die Leistungsflussdichte in Watt pro Quadratmeter angegeben, beim heutigen Mobilfunk liegen die Grenzwerte bei 2 bis 5 Watt pro Quadratmeter oder oberhalb von 2 GHz bei 10 Watt pro Quadratmeter.

Beim heutigen Mobilfunk sind es 4 bis 10 Watt pro Quadratmeter, je nach Frequenz. Über 2 GHz sind es gleichbleibend 10 Watt pro Quadratmeter - also auch für die 5G-Stationen, die mit Frequenzen von 3,6 GHz aufgebaut werden.

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Die Betreiber erweitern eine seit 2001 bestehende Selbstverpflichtung, die auch für bereits installierte Kleinzellen gilt. Ihre Einhaltung wird durch die Bundesnetzagentur regelmäßig überprüft. Zudem soll es ein regelmäßiges Monitoring durch unabhängige Gutachten geben. Darin sind technische Informationen zu den einzelnen Kleinzellen, eine Bewertung der davon ausgehenden Felder und die Ergebnisse von Messreihen an exemplarisch ausgewählten Standorten vorgesehen. Überdies wird die Bundesnetzagentur die Small Cells in Kürze in ihre öffentlich einsehbare Standortdatenbank aufnehmen.

An dieser Standortdatenbank ergaben Stichproben von Golem.de, dass die Ausnutzungsrate sehr weit unter den erlaubten Werten liegt. Das haben Abfragen der EMF-Datenbank (Elektromagnetische Felder) bei der Bundesnetzagentur ergeben, in der alle angemeldeten Basisstationen Deutschlands verzeichnet sind. Demnach betragen die Werte für gemessene Funkstrahlung der Anlagen weniger als ein Zehntel- bis ein Hundertstelprozent der erlaubten Höchstwerte.

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