Strafzölle: Trump macht bei Apples Mac Pro aus China keine Ausnahme

Im Gegensatz zum vorherigen Modell aus dem Jahr 2013 lässt Apple den neuen Mac Pro , den Publikationen wegen seines Aussehens auch als Käsereibe bezeichnen, größtenteils in China fertigen. US-Präsident Donald Trump hält dies für keine gute Idee. In einem Post auf Twitter, der inzwischen nicht mehr auffindbar ist, aber von anderen Twitter-Nutzern dokumentiert wurde(öffnet im neuen Fenster) , schrieb er: "Apple wird keine Zollscheine noch eine Befreiung für Mac-Pro-Teile aus China erhalten. Baut sie in den USA, keine Zölle!" . Das Apple-Blog 9to5mac(öffnet im neuen Fenster) geht davon aus, dass Zölle in Höhe von bis zu 25 Prozent den Preis des Produktes stark erhöhen werden.
2016 hatte Trump dem Konzern noch versprochen , dass es bei einer US-Fertigung von Apple-Hardware Steuererleichterungen geben werde. Es sollten drei Fabriken in den USA gebaut werden. Der Chipfertiger Foxconn hat diesen Plan befolgt und im Sommer 2017 den Bau einer Fertigungsanlage in Wisconsin bekannt gegeben.
Allerdings habe die Herstellung des 2013er Mac Pro, auch Mülltonne genannt, in den USA zu Problemen geführt, merkt 9to5mac an. Die Infrastruktur für die Massenfertigung sei nicht gegeben gewesen, Das habe damals zu Lieferverzögerungen geführt, etwa als eine Schraube nicht rechtzeitig hergestellt werden konnte.
Preis könnte steigen
Der neue Mac Pro, made in China, soll ab 6.000 US-Dollar kosten. Apple hat bisher nur den Preis des Einstiegsmodells bekannt gegeben. Diverse Publikationen schätzen den Verkaufspreis für die maximale Konfiguration der Workstation anhand verfügbarer Komponenten auf etwa 50.000 US-Dollar. Auf so hohe Verkaufspreise würden sich Einfuhrzölle spürbar auswirken.

Apple versucht wegen der strikten Regeln, die Donald Trump ohne Ausnahme durchzusetzen scheint, einen Teil der Hardwareproduktion nach Südostasien zu verlagern. Damit würden Strafzölle umgangen, die sich im andauernden Handelsstreit bisher nur gegen die Volksrepublik China richten.



