• IT-Karriere:
  • Services:

Strafverfolgung: Geheimdienstmethoden für Ermittler

Durch die Kombination verschiedener Methoden zur Überwachung will das EU-Forschungsprojekt Roxanne Kriminelle aufspüren. Was dem Kampf gegen organisierte Kriminalität dienen soll, halten Bürgerrechtler jedoch für gefährlich.

Artikel veröffentlicht am ,
Roxanne soll automatisiert Netzwerke für die Polizei offenlegen.
Roxanne soll automatisiert Netzwerke für die Polizei offenlegen. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Identitätswechsel, Burner Phones, verschiedene Kommunikationskanäle: All das soll nach Plänen des EU-Forschungsprojektes Roxanne künftig nicht mehr dabei helfen, unerkannt zu bleiben. Die Forscher wollen verschiedene Datenarten aus unterschiedlichen Quellen auswerten und verbinden, darunter abgehörte Telefonate oder Aufnahmen aus Videoüberwachungskameras. Personen sollen über verschiedene Kommunikationskanäle hinweg an ihrer Stimme oder ihrer Umgebung wiedererkannt werden. Die Erkenntnisse werden mit einer Netzwerkanalyse kombiniert, um weitere Beteiligte zu ermitteln. Das Forschungsprojekt soll sich gegen die organisierte Kriminalität richten, dürfte sich aber auch dazu eignen, Aktivisten-Netzwerke oder Journalisten zu überwachen.

Inhalt:
  1. Strafverfolgung: Geheimdienstmethoden für Ermittler
  2. Eine automatisiert erstellte Polizei-Mindmap

Das Forschungsprojekt hat am 1. September begonnen und ist auf eine Dauer von drei Jahren ausgelegt. Ziel ist es, ein Framework zu schaffen, das Ermittlern bei der Analyse von großen Datenmengen hilft, die zudem verrauscht und mehrsprachig vorliegen könnten. Die Daten sollen dabei beispielsweise aus abgehörten Telefonanrufen, überwachten VoIP-Apps wie Skype oder Google-Hangouts, Aufnahmen von Videoüberwachungskameras, Daten von sozialen Netzwerken, aber auch polizeilichen Spuren stammen.

Diese sollen per Sprach- und Videoanalyse ausgewertet werden. Eine Person könnte so anhand ihrer Sprache über verschiedene Kanäle wiedererkannt werden. Zudem sollen aus der Sprache Informationen wie das Geschlecht und das Alter ermittelt werden, auch die Sprache sowie mögliche Akzente können eine Rolle spielen. Daneben sollen auch Geräusche ausgewertet werden, um beispielsweise festzustellen, dass eine Person mehrfach aus demselben Auto anruft.

Ziel ist es, Personen nicht nur über verschiedene Kommunikationskanäle hinweg, sondern auch bei einem häufigen Wechsel der Identitäten, beispielsweise über sogenannte Burner Phones, also Telefone und SIM-Karten, die nur über einen sehr kurzen Zeitraum verwendet werden, zu identifizieren. Zudem könnten die Sprachaufnahmen für die weitere Analyse automatisch transkribiert, also in Text umgewandelt, werden. Dabei greift das Forschungsprojekt auch auf bereits kommerziell erhältliche Lösungen für die Analysen zurück.

Stellenmarkt
  1. BIG direkt gesund, Dortmund
  2. MAN Energy Solutions SE, Oberhausen

Bei der Auswertung von Videoaufnahmen soll neben Gesichtserkennung auch die Erkennung von Objekten oder der Umgebung eine Rolle spielen. Auch das Sprachverhalten soll analysiert werden und eine Person daran wiedererkannt werden. Außerdem sollen Hierarchien in einem Netzwerk erfasst werden. Das Ziel des Frameworks seien weniger die einzelnen Personen als deren Netzwerke, heißt es in der Projektbeschreibung.

"Die Situation kann mit den Anfängen der Internetsuche verglichen werden", schreiben die Forscher. Google habe den Suchmaschinenmarkt durch die Analyse der Beziehungen der Webseiten untereinander umgekrempelt. Mit Roxanne erwarten die Forscher einen ähnlichen Durchbruch. Dieser soll durch die Kombination der Auswertungstechniken mit einer Netzwerkanalyse erreicht werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Eine automatisiert erstellte Polizei-Mindmap 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (u. a. Asus Rog Strix X570-F + Ryzen 7 3700X für 555,00€, Asus Tuf B450-Plus + Ryzen 7 2700 für...

konglumerat 09. Nov 2019 / Themenstart

na von den leuten die sich überall - wie bei golem - anmelden, javascript immer und...

sambache 09. Nov 2019 / Themenstart

... wenn die Kriminellen auch diese Artikel lesen.

Schnarchnase 08. Nov 2019 / Themenstart

Du meinst die Methoden die zur Strafverfolgung nichts bringen? Wo kämen wir da hin? Dann...

bombinho 08. Nov 2019 / Themenstart

Hoch kompliziertes Unterfangen mit mindestens ethisch zweifelhaften Methoden und...

quasides 08. Nov 2019 / Themenstart

es geht ja auch nciht wirklich um kriminalitätsbekämpfung. wenns darum ginge könnte man...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Apple iPad 7 - Fazit

Apples neues iPad 7 richtet sich an Nutzer im Einsteigerbereich. Im Test von Golem.de schneidet das Tablet aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut ab.

Apple iPad 7 - Fazit Video aufrufen
Bosch-Parkplatzsensor im Test: Ein Knöllchen von LoRa
Bosch-Parkplatzsensor im Test
Ein Knöllchen von LoRa

Immer häufiger übernehmen Sensoren die Überwachung von Parkplätzen. Doch wie zuverlässig ist die Technik auf Basis von LoRa inzwischen? Golem.de hat einen Sensor von Bosch getestet und erläutert die Unterschiede zum Parking Pilot von Smart City System.
Ein Test von Friedhelm Greis

  1. Automated Valet Parking Daimler und Bosch dürfen autonom parken
  2. Enhanced Summon Teslas sollen künftig ausparken und vorfahren

Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test: Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen
Surface Laptop 3 (15 Zoll) im Test
Das 15-Zoll-Macbook mit Windows 10 und Ryzen

Was passiert, wenn ein 13-Zoll-Notebook ein 15-Zoll-Panel erhält? Es entsteht der Surface Laptop 3. Er ist leicht, sehr gut verarbeitet und hat eine exzellente Tastatur. Das bereitet aber nur Freude, wenn wir die wenigen Anschlüsse und den recht kleinen Akku verkraften können.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Surface Laptop 3 mit 15 Zoll Microsoft könnte achtkernigen Ryzen verbauen

Mi Note 10 im Hands on: Fünf Kameras, die sich lohnen
Mi Note 10 im Hands on
Fünf Kameras, die sich lohnen

Mit dem Mi Note 10 versucht Xiaomi, der Variabilität von Huaweis Vierfachkameras noch eins draufzusetzen - mit Erfolg: Die Fünffachkamera bietet in fast jeder Situation ein passendes Objektiv, auch die Bildqualität kann sich sehen lassen. Der Preis dafür ist ein recht hohes Gewicht.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Xiaomi Neues Redmi Note 8T mit Vierfachkamera kostet 200 Euro
  2. Mi Note 10 Xiaomis neues Smartphone mit 108 Megapixeln kostet 550 Euro
  3. Mi Watch Xiaomi bringt Smartwatch mit Apfelgeschmack

    •  /