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Storytelling-Werkzeug: Linius und die Tücken von Open-Source

Ein Schritt vor und zwei zurück: Nach dem ersten missratenen Versuch ist das quelloffene Journalisten-Werkzeug Linius nun lizenzkonform. Dafür wurde das vom Bayerischen Rundfunk mitentwickelte Tool an anderer Stelle verschlimmbessert.

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Das neue Linius ist wird nur über MC-Quadrat vertrieben.
Das neue Linius ist wird nur über MC-Quadrat vertrieben. (Bild: MC-Quadrat)

Anfang dieses Jahres stellte der Bayerische Rundfunk (BR) das Storytelling-Werkzeug Linius zum Download bereit, sorgte sich dabei aber wenig um die Einhaltung von Urheber- und Lizenzrechten. Jetzt folgt die neue Version von Linius, mit dem Journalisten komplexe Recherchen multimedial aufarbeiten können und das auf Wordpress basiert. Außer Rechtssicherheit bietet die nun verfügbare Version aber kaum Vorteile gegenüber der alten. Denn die Beteiligten wissen offenbar immer noch nicht so recht, wie sie mit Open-Source-Software umgehen sollen.

Inhalt:
  1. Storytelling-Werkzeug: Linius und die Tücken von Open-Source
  2. Weiterverbreitung wird erschwert
  3. Planen, wo nichts zu planen ist

Zwar bekräftigte bereits im Januar der beim BR zuständige Redakteur, Volker Matthies, in einem Interview mit BR-Volontären, dass "alles, was wir mit unseren Rundfunkgebühren geschaffen haben," viel offensiver geteilt und zur Verfügung gestellt werden müsste. Umgesetzt worden ist dies mit Linius aber auch nach den Änderungen keinesfalls. Vielmehr gibt es nun noch mehr Barrieren.

Unverschämte Finanzierung

Die Agentur MC-Quadrat, über die das neue Linius verteilt wird, arbeitet nach eigenen Angaben am Abbau dieser Barrieren, wird dafür aber noch einige Zeit brauchen. Zugriff auf das Werkzeug erhalten potentielle Nutzer derzeit ausschließlich durch eine Anfrage bei MC-Quadrat. Die erste Version war über die Server des BR allen Interessierten frei zum Download angeboten worden. Dabei wurde zwar das Urheberrecht an Wordpress eklatant verletzt - aber immerhin der Zugang zu der Software nicht behindert.

Im Gegensatz zur ersten Version ist die neue auch kostenpflichtig. Selbst für den eigenständigen Einsatz, den die Agentur als nicht-kommerzielles Angebot bezeichnet, wird eine Bereitstellungsgebühr in Höhe von 25 Euro verlangt. In einer E-Mail wird uns das mit "gesetzlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des Verbraucherschutzes und Gewährleistungsrichtlinien" begründet.

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Darüber hinaus unterbreitet MC-Quadrat ein kommerzielles Angebot, mit individuellem Support, spezifischer Entwicklung und Hosting. Eine derartige Trennung ist bei vielen erfolgreichen Open-Source-Projekten wie etwa Owncloud durchaus üblich. Diese Art der Finanzierung wird seit Jahrzehnten vielfach erfolgreich und gewinnbringend umgesetzt. Aber Geld für die bloße Bereitstellung eines Wordpress-Themes zu verlangen, dessen Entwicklung hauptsächlich durch öffentlich-rechtliche Anstalten - und damit durch Gebührengelder - finanziert worden ist, lässt sich vor allem angesichts der Aussage von Matthies nur als grotesk bezeichnen.

Weiterverbreitung wird erschwert 
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Proctrap 28. Apr 2015

Die Idee ist ja ganz schön. Aber ich mag meinen Scrollpunkt (mausrad drücken) & allein...

spiderbit 18. Apr 2015

ja sorry hatte zu wenig zeit aber zu viel zu sagen :)

Anonymer Nutzer 18. Apr 2015

Und wofür wird dann das Microsoft Konto benötigt? Kann man es jetzt nur besser mit MS...

spiderbit 18. Apr 2015

zu doom3 da wurde wohl nur die engine veroeffentlicht, aber es wurde geforkt. was ist...

Omni... 17. Apr 2015

...wird der geleistete Rundfunkbeitrag sinnvoll investiert! Neben den bahnbrechenden TV...


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