Storm Fighter: Großbritannien startet neues Kampfdrohnenprogramm
Das britische Verteidigungsministerium hat ein neues Programm für ein unbemanntes Kampfflugzeug vorgestellt. Es trägt den Namen Storm Fighter(öffnet im neuen Fenster) und soll der Royal Air Force eine Fähigkeit verschaffen, die ihr bislang fehlt: einen Flügelmann, der eigenständig operiert.
Präsentiert wurde das Programm vom britischen Minister für Verteidigung und Rüstung, Luke Pollard, auf der Konferenz der Air and Space Power Association in London.
Der Storm Fighter soll künftig gemeinsam mit dem Eurofighter Typhoon, der F 35 und der geplanten Tempest fliegen. Die Drohne soll Aufklärungs- und Angriffsmissionen übernehmen und die bemannten Jets dabei unterstützen.
Finanziert wird das Programm über umgerechnet 355 Millionen Euro aus dem gerade veröffentlichten Defense Investment Plan. Insgesamt stehen darin für unbemannte und autonome Systeme der britischen Streitkräfte über vier Jahre rund 5,77 Milliarden US-Dollar bereit.
Frühere Versuche gescheitert
Pollards Ankündigung folgt auf mehrere gescheiterte britische Versuche, ein unbemanntes Kampfflugzeug zu entwickeln. Das Projekt Mosquito sollte in der Initiative Lightweight Affordable Novel Combat Aircraft(öffnet im neuen Fenster) bereits 2023 einen Prototypen in die Luft bringen. Den Auftrag dafür erhielt 2021 der Hersteller Spirit Aerosystems. Ein Jahr später wurde das Projekt eingestellt. Die Gründe wurden nie vollständig erklärt.
Pollard verwies zudem auf Project Vanquish. Die Royal Navy will damit bis Ende 2027 eine autonome Plattform demonstrieren, die von einem Flugzeugträger der Queen-Elizabeth-Klasse starten und landen kann. Dafür testete die Royal Navy bereits die Mojave Drohne von General Atomics.
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