Store: Microsoft erlaubt doch Verkauf von Open-Source-Software

Der für den Microsoft Store zuständige General Manager Giorgio Sardo hat neue Richtlinien für Open-Source-Software angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Damit rückt das Unternehmen von zuvor geplanten Änderungen ab, die den Verkauf von Open-Source-Software auch durch deren Entwickler über den Microsoft Store unter Umständen hätten verhindern können. Die Pläne waren von der Open-Source-Community massiv kritisiert worden.
Microsoft wollte den Entwicklern Folgendes vorschreiben: "Versuchen Sie nicht, von Open-Source- oder anderer Software zu profitieren, die ansonsten allgemein kostenlos erhältlich ist, und setzen Sie den Preis nicht unangemessen hoch an im Vergleich zu den Merkmalen und Funktionen Ihres Produkts." Damit wollte Microsoft offenbar Betrügern vorbeugen, die sonst kostenfreie Open-Source-Software als eigene Software kommerziell vertreiben. Die Regelung wurde als zu wenig genau kritisiert.
Die ursprünglich geplanten Änderungen hätten eigentlich vor einigen Tagen in Kraft treten sollen, Microsoft rückte davon aber in der vergangenen Woche ab und verschob die Einführung der neuen Richtlinien zunächst . Nun stehen die überarbeiteten Richtlinien bereit, mit der das Unternehmen auf die Kritik eingehen will.
Sardo schreibt auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) : "Um unsere Absicht zu verdeutlichen, haben wir die frühere Erwähnung der Open-Source-Preise entfernt. Wir sind bestrebt, einen offenen Store aufzubauen und Entwicklern Wahlmöglichkeiten und Flexibilität zu bieten." Sollte es darüber hinaus Probleme wie etwa mit den beschriebenen Betrügern geben, verweist Microsoft auf die Möglichkeit, Urheber- oder andere Immaterialgüterrechte wie Markenschutz geltend zu machen. Das Unternehmen stellt dafür Formulare bereit.



