Störungen an Zahlungsterminal: Kartenzahlungen in vielen Geschäften weiterhin nicht möglich

Die bundesweite Störung am Kartenzahlungsterminal eines Typs dauert an. Bei Aldi, Rossmann und Co. kann weder mit Girokarte noch mit Kreditkarte bezahlt werden.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die aktuelle Störung betrifft das Kartenzahlungsterminal des Typs H5000 des Herstellers Verifone.
Die aktuelle Störung betrifft das Kartenzahlungsterminal des Typs H5000 des Herstellers Verifone. (Bild: Verifone)

Kunden im deutschen Einzelhandel können weiterhin zum Teil weder mit Giro- noch mit Kreditkarte zahlen. "Die Störungen dauern an", sagte ein Sprecher des Finanzdienstleisters Concardis am Nachmittag des 26. Mai 2022. "Wir warten weiter auf Signale von Verifone." Ähnlich äußerte sich eine Sprecherin des Zahlungsdienstleisters Payone.

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Bundesweit gibt es demnach seit dem Abend des 24. Mai 2022 erhebliche Einschränkungen bei der Verarbeitung von Transaktionen bei Kartenzahlungsterminals des Typs H5000 des Herstellers Verifone.

Das US-Unternehmen äußerte sich erstmals im Verlauf des 25. Mai 2022 zu den Problemen und will eine Lösung anbieten. "Wir werden in Kürze ein Software-Update für unsere Kunden bereitstellen, um das Problem zu beheben, und werden unsere Kunden informieren, sobald dieses verfügbar ist", teilte ein Sprecher von Verifone-Deutschland mit.

Ursache des Ausfalls soll ein Zertifikatsfehler sein

Der Terminaltyp H5000 wird den Angaben zufolge hauptsächlich in Deutschland eingesetzt. Man bedauere die Unannehmlichkeiten und arbeite mit höchster Priorität an der Behebung des Problems.

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Ursache für die Störung ist laut Payone den ersten Erkenntnissen nach ein Zertifikatsfehler innerhalb bestimmter Versionen der von Verifone bereitgestellten Software. Der Zahlungsdienstleister erwartet nicht, dass das angekündigte Software-Update schnell umgesetzt werden kann, da - bisherigen Informationen zufolge - ein manueller Eingriff an den Terminals nötig ist.

"Dieser komplexe Vorgang kann daher nicht ad hoc in der Fläche ausgeführt werden, sondern wird geraume Zeit in Anspruch nehmen", hieß es. Man wolle die Kunden hierbei unterstützen. Ähnlich äußerte sich auch der Concardis-Sprecher: "Wir versuchen, die betroffenen Händler so gut wie möglich zu unterstützen, indem wir beispielsweise - wo möglich - Terminals austauschen".

Diese Geschäfte sind vom Ausfall betroffen

In einigen Einzelhandelsgeschäften ist Kartenzahlung wegen des Fehlers derzeit keine Option. Der Discounter Aldi Nord beispielsweise hatte am 25. Mai 2022 mitgeteilt, dass in einigen Filialen wie auch andernorts im Handel wegen der Störung keine Kartenzahlung möglich sei. "Unser Anbieter arbeitet nach wie vor mit Hochdruck an einer Lösung", hieß es am 26. Mai 2022 zum aktuellen Stand.

Auch die Drogeriekette Rossmann sowie Edeka hatten am 25. Mai 2022 von Problemen berichtet. Nicht betroffen sind laut eigener Aussage Aldi Süd, Lidl und die Rewe-Gruppe, das heißt die Märkte von Rewe, Penny und dem Toom-Baumarkt. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte betont, dass die Betriebe auf den reibungslosen Ablauf der Bezahlprozesse angewiesen seien.

Es gibt Alternativen

Der Bundesverband der electronic Cash-Netzbetreiber (BECN) wies darauf hin, dass die Ursache der Störung nicht bei einem der Netzbetreiber oder den verwendeten Karten liege, sondern nur den speziellen Terminaltyp betreffe. "Die Ursache für das Fehlverhalten wurde zwischenzeitig vom Hersteller identifiziert. Aktuell arbeitet der Terminalhersteller daran, Maßnahmen zur Behebung des Fehlers einleiten zu können", hieß es auf der Internetseite des Verbands.

Der Bundesverband deutscher Banken stellte stellvertretend für die Deutsche Kreditwirtschaft klar, dass die betreffenden Terminals zwar komplett für alle Zahlungsarten ausfallen, der entsprechende Typ jedoch nur einen geringen Anteil an allen in Deutschland eingesetzten Geräten ausmache. "Netzbetreiber und technische Dienstleister arbeiten intensiv an einer Fehlerbehebung", hieß es weiter.

Anbieter alternativer Zahlungsmethoden - wie beispielsweise per QR-Code - sehen sich durch den Vorfall gestärkt. Wie das Beratungsunternehmen ZIIB mitteilte, funktionieren QR-Systeme ganz ohne Terminalhardware. Daher könne man hierdurch Umsatzausfälle vermeiden. Zudem sind Bargeldzahlungen in den betroffenen Geschäften jederzeit möglich.

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peterbruells 31. Mai 2022

Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Ich muss weder Fußball spielen noch Fußball...

Proti 30. Mai 2022

Es sollte ein Signaturfreien Notfall Offline Modus geben, welcher die Zahlungen trotzdem...

Proti 30. Mai 2022

1, 2 Tage hätte ich schon verstanden. Doch immer noch läuft das nicht. Hat jemand schon...

gorden 29. Mai 2022

Live zahlt sicherlich keiner, das geschieht immer mit einer Vormerkung mit dem...



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