Abo
  • Services:

Störerhaftung: Von 1 Million WLANs nur 15.000 in Deutschland offen

Nervige Anmeldeprozeduren nötig: Von 1 Million öffentlich zugänglichen WLAN-Hotspots ist wegen der Störerhaftung nur ein Bruchteil ohne Registrierung oder Identifikation zugänglich. Dabei könnte der Gesetzgeber das Problem leicht lösen.

Artikel veröffentlicht am ,
WLAN in Berliner Café
WLAN in Berliner Café (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die im Vergleich zu anderen Industrieländern auffallend geringe Zahl von offenen WLAN-Zugängen in Deutschland sei Ergebnis der Rechtsunsicherheit durch die Störerhaftung. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Eco durchgeführte Erhebung, die am 4. November 2014 vorgestellt wurde. Deutschland verfügt aktuell über rund eine Million öffentlich zugängliche WLAN-Hotspots, aber nur 15.000 sind tatsächlich ohne Registrierung oder Identifikation offen und frei zugänglich.

Stellenmarkt
  1. Viega Holding GmbH & Co. KG, Attendorn
  2. GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt

Der Internetverband Eco befürwortet die von der Bundesregierung zuletzt in der Digitalen Agenda angekündigte Verbesserung der Rechtssicherheit für Betreiber von WLANs. Laut einem Medienbericht wollte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) im August 2014 einen Gesetzentwurf in die Ressortabstimmung geben, der die Störerhaftung lockert und es etwa Cafébesitzern erleichtern würde, offene WLANs anzubieten. Danach nannte Gabriel dies eine "weder technisch noch gesetzgeberisch abgeschlossene Frage". Im Koalitionsvertrag steht die Abschaffung der Störerhaftung für Betreiber von offenen WLAN-Netzen.

Die Adaptionsrate von rund drei WLAN-fähigen Geräten pro Kopf liegt in Deutschland deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von rund 1,2 Geräten pro Kopf. "Wir lassen damit große Potenziale für mobile Kommunikation ungenutzt", sagte Klaus Landefeld, Eco Vorstand Infrastruktur und Netze, "das ist ähnlich absurd, wie wenn man vor dreißig Jahren 99 Prozent der Telefonzellen abgeschlossen und damit für die Allgemeinheit unbenutzbar gemacht hätte."

Nach Auffassung des Eco umfasst der Anwendungsbereich des Telemediengesetzes (TMG) gegenwärtig bereits auch die Bereitstellung von Internetzugängen mittels WLAN. Zur Förderung der Verbreitung öffentlich zugänglicher WLANs sollte der Gesetzgeber daher auf Bundesebene klarstellen, dass Betreiber von WLANs als Diensteanbieter im Sinne des Telemediengesetzes anzusehen sind und einer Haftungsprivilegierung unterliegen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. (Prime Video)

M.P. 05. Nov 2014

Ich bin froh, daß ich eine eigene Toilette habe, aber auch darüber, daß es nette Leute...

Paule 05. Nov 2014

Natürlich, denn die wollen ja nicht Geiz-ist-Geil Kunden mit billigen all-inclusive...

Paule 05. Nov 2014

Wieso "ähnlich absurd"? Vor 30 Jahren konnte man quasi 100% der Telefonzellen nur gegen...

Himmerlarschund... 05. Nov 2014

Über die Regelung kann man natürlich den Kopf schütteln. Dran halten muss man sich aber...

Himmerlarschund... 05. Nov 2014

Oder ich nutze es halt einfach nicht. Bin kein Freund unnötiger Umstände ;-)


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. ID Buzz und Crozz Volkswagen will Elektroautos in den USA bauen
  2. PFO Pininfarina plant Elektrosupersportwagen mit 400 km/h
  3. Einride Holzlaster T-Log fährt im Wald elektrisch und autonom

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Künstliche Intelligenz Vages wagen
  2. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  3. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden

    •  /