Stillfront Group: Hamburger Goodgame Studios für 270 Millionen Euro übernommen

Nur wenige Monate nach Querelen mit der Belegschaft und Entlassungen wird der Hamburger Entwickler Goodgame Studios für rund 270 Millionen Euro von einem schwedischen Unternehmen akquiriert.

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Artwork von Big Farm: Mobile Harvest
Artwork von Big Farm: Mobile Harvest (Bild: Goodgame Studios)

Der schwedische Spielepublisher Stillfront Group übernimmt im Rahmen einer Überkreuz-Beteiligung das Entwicklerstudio Goodgame aus Hamburg. Goodgame gehört künftig zu Stillfront, dafür erhalten die bisherigen Eigentümer von Goodgame Studios etwa 40 Prozent der Anteile und Stimmrechte an Stillfront. Die Bewertung von Goodgame Studios liegt im Rahmen der Transaktion bei rund 270 Millionen Euro, so die Unternehmen.

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Kai und Christian Wawrzinek, die Gründer und Geschäftsführer von Goodgame, werden damit die größten Aktionäre von Stillfront. Sie bleiben darüber hinaus Geschäftsführer von Goodgame Studios. Die Firma hat ihren Zentrale in Stockholm, sie operiert aber durch acht weitgehend autonome Niederlassungen: unter anderem durch Bytro Labs und OFM Studios in Deutschland sowie durch Simultronics in den USA.

Stillfront ist selbst unter Brancheninsidern kaum bekannt. Das Unternehmen versteht sich laut seiner Selbstbeschreibung als "Gruppe unabhängiger Entwickler, Publisher und Verbreiter von digitalen Spielen mit der Vision, die führende Gruppe im Bereich der Indiegame-Entwickler und -Publisher zu werden." Stillfront ist an der Nasdaq First North Permier gelistet - was wiederum Goodgame dazu gebracht hat, in der Pressemitteiung über die Akquisition die etwas missverständlichen Zeile "Goodgame geht an die Börse" zu verwenden.

Goodgame macht Millionengewinne

Ende 2016 und Anfang 2017 hatte Goodgame bereits für Schlagzeilen gesorgt: Das Unternehmen soll damals unter anderem massiv gegen die Gründung eines Betriebsrats gekämpft haben. Gleichzeitig gab es mehrere Entlassungswellen. Die Mitarbeiterzahl sank von rund 1.200 auf derzeit 235 Angestellte. Weitere Kürzungen soll es nicht geben.

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Goodgame bezeichnet sich als derzeit "sehr profitabel". Von Januar bis September 2017 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Gewinn vor Steuer von 22 Millionen Euro erwirtschaftet. Das habe man vor allem dem erfolgreichen Start des Free-to-Play-Mobilegames Big Farm: Mobile Harvest zu verdanken, für das es innerhalb von vier Wochen rund zwei Millionen Registrierungen gegeben habe.

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