Abo
  • Services:

Stiftung Warentest: Zu wenig Datenschutz in Dating-Apps

Dating-Apps wissen mehr über ihre Nutzer als mancher enge Freund. Doch viele Apps schützen diese Informationen nicht ausreichend. Im Gegenteil: Einige Anbieter teilen sogar intimste Details mit der Werbeindustrie.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Viele Dating-Apps bieten nicht genug Datenschutz.
Viele Dating-Apps bieten nicht genug Datenschutz. (Bild: Emma McIntyre/Getty Images for Flirtar)

Name, Alter, sexuelle Orientierung, Wohnort: Diese Informationen machen viele Menschen nicht gern publik. Für den Erfolg beim Dating per App sind sie allerdings wichtig. Dumm nur, dass viele Anbieter solcher Apps diese Informationen nach einer aktuellen Untersuchung von Stiftung Warentest (Zeitschrift Test, Ausgabe 3/2018) nicht gut schützen. Schlimmer noch: Sie geben sie auch noch an Dritte weiter. Nur 5 von 44 untersuchten Apps schützen demnach Daten akzeptabel. Alle anderen verraten zu viel.

Stellenmarkt
  1. Deloitte, München
  2. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg

39 Apps für iOS und Android zeigen nach Angaben der Warentester erhebliche Mängel - darunter sind auch bekannte Größen der Branche. Kritisiert werden zum einen unklare Datenschutzerklärungen. Wollen Nutzer erfahren, welche Daten von ihnen erhoben werden und was damit geschieht, stoßen sie oft auf schwammige Formulierungen mit teils deutlichen juristischen Mängeln.

Außerdem erheben etliche Anbieter eine Vielzahl persönlicher Daten zur Person. Hinzu kommen die kompletten Inhalte aller über die Apps zwischen den Mitgliedern ausgetauschten Nachrichten, aber auch technische Daten wie Gerätekennungen, Standorte oder Mobilfunkanbieter. Diese werden zum Teil auch an Werbenetzwerke, Facebook oder andere Unternehmen gesandt.

Diese in den Datenschutzbedingungen oft nebulös "Dritte" genannten Unternehmen können anhand dieser Daten sehr präzise Werbeprofile einzelner Personen bilden. So kann man etwa nach Nutzung einer solchen Dating-App auch in anderen Apps oder auf Websites wiedererkannt und mit zugeschnittener Werbung angesprochen werden.

Vier Apps immerhin "akzeptabel"

Testsieger im eigentlichen Sinn hat der App-Vergleich nicht hervorgebracht. Dafür gibt es mit Bildkontakte (iOS), Edarling, Lovescout24 und Neu.de (alle drei Android) vier als "akzeptabel" bewertete Angebote.

Und noch eine Gefahr droht: Nutzer von Dating-Angeboten müssen mit gefälschten Profilen rechnen, hat die Verbraucherzentrale Bayern anhand von zahlreichen Beschwerden ermittelt. Einige Anbieter arbeiten mit bezahlten Schreibern, die erfundene Profile bespielen und so zur Nutzung kostenpflichtiger Angebote anregen sollen. Hinweise darauf gibt es höchstens tief in den Geschäftsbedingungen versteckt. Häufig gebe es auch Ärger mit Probeabonnements, die bei versäumter Kündigung zu dauerhaften Abos werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 69,95€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (-68%) 8,99€
  3. 69,99€

David64Bit 21. Feb 2018

Vermissen tu ich nix - und Finya ist halt auch eher leer. Mal davon abgesehen, dass ich...

DY 21. Feb 2018

Wenn sie nichts kosten im App-Store dann nicht. Wenn man aber bezahlt und dann doppelt...


Folgen Sie uns
       


Cue Roboter - Test

Wir hatten Spaß mit dem frechen Cue.

Cue Roboter - Test Video aufrufen
Ryzen 5 2600X im Test: AMDs Desktop-Allrounder
Ryzen 5 2600X im Test
AMDs Desktop-Allrounder

Der Ryzen 5 2600X ist eine der besten sechskernigen CPUs am Markt. Für gut 200 Euro liefert er die gleiche Leistung wie der Core i5-8600K. Der AMD-Chip hat klare Vorteile bei Anwendungen, das Intel-Modell in Spielen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Golem.de-Livestream Wie gut ist AMDs Ryzen 2000?
  2. RAM-Overclocking getestet Auch Ryzen 2000 profitiert von schnellem Speicher
  3. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs

Recycling: Die Plastikwaschmaschine
Recycling
Die Plastikwaschmaschine

Seit Kurzem importiert China kaum noch Müll aus dem Ausland. Damit hat Deutschland ein Problem. Wohin mit all dem Kunststoffabfall? Michael Hofmann will die Lösung kennen: Er bietet eine Technologie an, die den Abfall in Wertstoff verwandelt.
Ein Bericht von Daniel Hautmann


    Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
    Kailh KS-Switch im Test
    Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

    Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
    2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
    3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

      •  /