Stiftung Warentest: Mobiles Internet in der Bahn funktioniert schlecht
Ein Test der Stiftung Warentest(öffnet im neuen Fenster) hat bestätigt, dass es bei der Nutzung des Internets über Mobilfunknetze in Zügen der Deutschen Bahn oft Probleme gibt. Bei der Deutschen Telekom und Vodafone sei das mobile Internet aber immer noch besser zu erreichen als bei O2 und E-Plus.
Beim Versuch, Webseiten aufzurufen, kam dem Test zufolge in den Telefónica-Netzen bei rund einem Drittel der Fälle keine erfolgreiche Verbindung zustande, bei Telekom und Vodafone waren es nur 15 bis 25 Prozent. Wenn die Seiten erreicht wurden, luden sie bei der Telekom am schnellsten, bei E-Plus am langsamsten.
In den Zügen setzte die Stiftung Warentest nach den Angaben auf 3.400 Kilometern Strecke ein Messsystem mit zwölf Smartphones ein.
Auch bei der Sprachtelefonie hat laut Stiftung Warentest kein Netz überzeugt. Fast jeder dritte Anrufversuch scheiterte oder das Gespräch brach wegen Störung oder schlechter Sprachqualität ab.
Laut einem Medienbericht haben sich Bahn, Telekom, Vodafone und Telefónica darauf verständigt, die Leistung der Sende- und Empfangsmasten entlang der ICE-Strecken zu erhöhen.
Aus informierten Kreisen hat Golem.de erfahren, dass die Telekom derzeit die Technik entlang der Strecke aufwendig erneuern lassen soll.
Telekom-Sprecher Markus Jodl sagte Golem.de im September 2015 zur WLAN-Versorgung in der Bahn : "Der Bandbreitenbedarf in den Zügen ist in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Die bestehende In-Train-Zugarchitektur stößt an ihre Grenzen. Ein Wechsel der Hard- und Software ist deshalb nötig."
Bereits heute laufe ein Großteil der Versorgung bei der Zug-Landverbindung über LTE und werde auch in Zukunft am gesamten ICE-Streckennetz weiter ausgerollt, erklärte Jodl. Um dem steigenden Bedarf an Bandbreite gerecht zu werden, müssten in Peak-Zeiten die Mobilfunknetze in einem Multi-Provider-Modell gebündelt werden.
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