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Stiftung Warentest: Neue DSL-Kunden müssen rund fünf Wochen warten

Technikertermine der Deutschen Telekom für DSL-Anschlüsse werden oft wieder abgesagt oder enden erfolglos. Kabelnetzbetreiber seien dagegen schneller, so ein Test von Stiftung Warentest.
/ Achim Sawall
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Symbolbild: Firmennetz (Bild: Daniel Munoz/Reuters)
Symbolbild: Firmennetz Bild: Daniel Munoz/Reuters

Trotz anderslautender Beteuerungen der Anbieter müssen DSL-Kunden weiter lange auf einen neuen Internet- und Telefonanschluss warten. Das berichtet(öffnet im neuen Fenster) die Stiftung Warentest, die 30 Testhaushalte überprüft hat. Im Schnitt musste mehr als rund fünf Wochen auf einen DSL-Anschluss gewartet werden, bei einigen Testern mussten mehr als zehn Wochen Wartezeit hingenommen werden.

Der wichtigste Grund für die langen Wartezeiten seien Techniker, die vereinbarte Termine absagten. Von 38 geplanten Terminen blieb die Hälfte ohne Erfolg oder fand erst gar nicht statt. Auch bei der Deutschen Telekom selbst war das nicht anders: Vier von sieben geplanten Technikerterminen kamen nicht zustande.

Bei den Kabelbetreibern Kabel Deutschland und Unitymedia KabelBW wurden die Testanschlüsse meist in weniger als zwei Wochen bereitgestellt. Nach nur wenigen Tagen gingen die LTE-Anschlüsse von Vodafone in Betrieb. "Sie sind aber nicht überall verfügbar, und die Sprachqualität beim Telefonieren kann schlechter sein als im Festnetz", berichten die Warentester.

Laut einem Bericht vom August 2014 verlängert sich die Dauer der Wechsel eines Telekommunikationsanbieters in Deutschland. So gingen von Juli 2013 bis Juni 2014 bei der Bundesnetzagentur 25.361 Beschwerden von Kunden ein, weil der Anbieterwechsel nicht problemlos verlaufen sei. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl damit stark an.

Laut Bundeswirtschaftsministeriums sind die Probleme auf mangelhafte Kommunikation und Kooperation der Anbieter zurückzuführen. Einer Umfrage des Verbandes der Telekomkonkurrenten VATM zufolge gibt es in manchen Regionen bei jedem siebten Termin Probleme mit dem Telekom-Techniker.

Die Bundesnetzagentur hatte erklärt, dass die Telekom nicht allein schuld daran sei, wenn der Wechsel wochenlang dauert. Behördensprecherin Anja Klammer sagte Golem.de, dass "sämtliche am Markt tätigen Unternehmen zu der Gesamtbeschwerdezahl im Bereich des Anbieterwechsels beitragen".


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