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Steven Sinofsky: Möglicher Nachfolger von Steve Ballmer verlässt Microsoft

Windows -Chef Steven Sinofsky verlässt unerwartet das Unternehmen. Er war unbeliebt bei Untergebenen und im Management und Konzernchef Ballmer offenbar zu langsam.
/ Achim Sawall
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Steven Sinofsky (Bild: Alex Gallardo/Reuters)
Steven Sinofsky Bild: Alex Gallardo/Reuters

Microsofts Windows-Chef Steven Sinofsky verlässt das Unternehmen. Das gab Microsoft am 12. November 2012 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Wie die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) und das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) berichten, galt Sinofsky als einer der möglichen Nachfolger von Konzernchef Steve Ballmer, der 2018 aus Altersgründen abtreten will.

Der 47-jährige Sinofsky war 23 Jahre bei Microsoft und verantwortete den Start von Windows 7 im Jahr 2009 und von Windows 8 im vergangenen Monat. Seit 2006 war er Chef der Windows-Entwicklung.

Steven Sinofsky demonstriert Windows 8 für professionelle Nutzer
Steven Sinofsky demonstriert Windows 8 für professionelle Nutzer (19:29)

Sinofsky sei laut Wall Street Journal rücksichtslos mit Beschäftigen umgegangen, habe die Freiheit der Entwickler beschränkt und sei nicht fähig gewesen, gute Beziehungen mit wichtigen Microsoft-Partnern wie den Hardwareherstellern aufzubauen. So habe Ballmer persönlich die Gespräche mit den Hardwareherstellern führen müssen, die über Microsofts Einstieg in den Tabletmarkt beunruhigt waren, weil Sinofsky sie nicht anhören wollte. Laut Cnet(öffnet im neuen Fenster) habe er sich häufig mit anderen Topmanagern gestritten, darunter auch mit Ballmer.

Ballmer gab keine Begründung für den Weggang von Sinofsky. In einem Memo an die Beschäftigten, das Reuters vorliegt, hieß es lediglich: "Steven Sinofsky hat beschlossen, das Unternehmen zu verlassen."

Später erklärte Ballmer, es sei "unabdingbar, dass wir, um die Ausrichtung aller Microsoft-Teams weiter voranzutreiben, stärker integrierte und schnellere Entwicklungszyklen für unsere Angebote erreichen."

Sinofskys Nachfolgerinnen sind Julie Larson-Green, die die Windows Hardware- und Software-Sparte leiten soll, und Tami Reller, die Finanzchefin des Windows-Bereiches wird. Sie berichten beide direkt an Ballmer.


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