Steven Sinofsky: Bill Gates befürwortete Entlassung des Windows-Chefs

Steven Sinofsky war einfach kein Teamplayer, deshalb musste Microsoft sich von dem genialen Manager trennen: Davon war auch Bill Gates überzeugt, der Sinofsky seit vielen Jahren kannte.

Artikel veröffentlicht am ,
Bill Gates im Februar 2012
Bill Gates im Februar 2012 (Bild: Alessandro Bianchi/Reuters)

Microsoft-Gründer Bill Gates unterstützt die Entscheidung von Firmenchef Steve Ballmer, Windows-Chef Steve Sinofsky zu entlassen. Das hat die gewöhnlich gut informierte Journalistin Kara Swisher aus dem Microsoft-Management erfahren. Swisher berichtet unter Berufung auf mehrere Topmanager im Blog des Wall Street Journal All Things D über die Personalie. Gates ist Aufsichtsratschef von Microsoft und gilt als enger Vertrauter Sinofskys, den er seit Jahrzehnten kennt.

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Sinofskys Abgang aus dem Unternehmen wurde am 12. November 2012 überraschend bekanntgegeben. Er galt als einer der möglichen Nachfolger von Ballmer, der 2018 aus Altersgründen abtreten will. Der 47-jährige Sinofsky war 23 Jahre bei Microsoft und verantwortete den Start von Windows 7 im Jahr 2009, von Windows 8 im vergangenen Monat und von Surface. Seit 2006 war er Chef der Windows-Entwicklung. Er galt in der Zusammenarbeit jedoch als sehr schwieriger Mensch.

Das Ziel von Ballmer und Gates war, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Microsoft-Bereichen bei der Softwarenentwicklung stark zu verbessern. Dafür sollen auch die Spartenchefs Microsofts stärker zusammenarbeiten, was aber mit dem geheimniskrämerischen Kommandoregime von Sinofsky nicht zu vereinbaren war. Ein Teamarbeitsstil sei Sinofsky ein Greuel gewesen, so All Things D.

Durch die starke Position von iOS und Android und der wachsenden Bedeutung von integrierter Hard- und Software hat sich die Welt der Betriebssysteme tiefgehend verändert. "Es gab nur den Weg von Steve (Sinofsky) und keinen anderen Weg", so ein Microsoft-Manager. "In der neuen Welt, in der wir nun konkurrieren, geht es aber darum, Bereiche mit stark integrierten Produkten zu schaffen."

Wegen Sinofsky gingen mehrere Topmanager

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Deshalb, so Kara Swisher, sei der Rauswurf von Sinofsky schon länger vorbereitet worden.

Sinofskys fehlende soziale Kompetenz soll einer der Gründe gewesen sein, warum Chief Software Architect Ray Ozzie 2010 Microsoft verließ. Ozzie hatte andere Vorstellungen von Microsofts Rolle beim Cloud-Computing. Auch Entertainment- und Devices-Chef Robbie Bach und James Allard gingen 2010 nach Auseinandersetzungen mit Sinofsky. Sinofsky stritt sich auch mit dem Chef der Microsoft-Business-Sparte, Stephen Elop, der ebenfalls ging und seit September 2010 den angeschlagenen Nokia-Konzern führt. In all diesen Konfrontationen soll Ballmer auf der Seite Sinofskys gestanden haben. Doch nach einigen Auseinandersetzungen mit Ballmer und anderen Spartenchefs fiel laut New York Times die Entscheidung, dass Microsoft ohne den brillanten Sinofsky besser aufgestellt sei.

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MattG 09. Feb 2018

Microsoft ist doch schon pleite. Als Windows 8 floppte, waren sie endgültig pleite und...

ArminLinder 23. Jul 2015

Was genau ist "genial" daran, einer Maschine, die gewöhnlich kein Touch-Eingabegerät hat...

blau34 18. Nov 2012

Der musste gehen weil er ein ars... ist. Er hat diverse MS Entwickler aus den unternehmen...

Technikfreak 16. Nov 2012

Dabei ist Zuckerberg selber so ne feige Ratte.



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