Abo
  • Services:

Steve Wilhite: Ehrung für den Erfinder des "Jif"-Formates

Steve Wilhite, früherer Mitarbeiter von Compuserve, hat einen Webby Award für die Entwicklung des Grafikformates Gif erhalten. Aus diesem Anlass hat der Erfinder noch einmal auf der korrekten Aussprache beharrt.

Artikel veröffentlicht am ,
Steve Wilhite mit Webby Award: bescheidener Anfang als frühes Netscape-Logo
Steve Wilhite mit Webby Award: bescheidener Anfang als frühes Netscape-Logo (Bild: Stephen Lovekin/Getty Images for The Webby Awards)

Steve Wilhite, Erfinder des Grafikformats Gif, ist mit dem Webby Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Er hat das Format 1987 als Mitarbeiter des Onlinedienstes Compuserve entwickelt. Es habe "einen unermesslichen Einfluss auf die Art und Weise, wie Nutzer das Web erleben und wie Designer und Entwickler Daten und Bilder präsentieren", begründet die Jury ihre Entscheidung. "Von seinem bescheidenen Anfang als frühes Netscape-Logo an hat sich Gif dauerhaft als ein dynamisches Format für Netzkünstler ebenso wie für Werbetreibende bewährt. Trotz der Entwicklung in der Technik von Bewegtbild und Animationen im Web bleibt Gif ein wichtiges Bildformat für die Verbreitung von Nachrichten und Informationen."

Farbbilder

Stellenmarkt
  1. BFFT Gesellschaft für Fahrzeugtechnik mbH, Gaimersheim
  2. Hornbach-Baumarkt-AG, Neustadt an der Weinstraße

Gif, eine Abkürzung von Graphics Interchange Format, ermöglichte farbige Bilder mit einer geringen Dateigröße. Die Farbtiefe war zwar nur gering, aber zuvor konnte Compuserve nur Schwarz-Weiß-Bilder nutzen - die Bandbreite zu der Zeit war nicht sehr groß. Dank des Kompressionsalgorithmus, der Bilder in guter Qualität speicherte, konnte der Onlinedienst dann auch Farbbilder, etwa Wetterkarten, per Modem auf die Rechner seiner Nutzer übertragen.

"Ich sah das Format, das ich wollte, in meinem Geist vor mir, und dann habe ich angefangen zu programmieren", erzählt Wilhite der New York Times. Das erste Bild, das in diesem Format geschaffen worden sei, sei das Bild eines Flugzeugs gewesen.

Mit diesem Format ließen sich auch Animationen erstellen: Mehrere Einzelbilder wurden in einer Datei gespeichert und vom Browser als Animation dargestellt. Viele dieser Animationen waren allerdings ästhetisch nicht besonders wertvoll: Manche frühe Website war überladen mit Blinklichtern, pinkelnden Hunden und ähnlichem Unfug. Notorisch war auch die Animation eines tanzenden Kleinkinds.

Aussprache

Wilhite nutzte die Gelegenheit seiner Auszeichnung, um darauf hinzuweisen, dass die meisten die Bezeichnung seines Formates falsch aussprächen. Es heiße Jif, nicht Gif, erklärte er. Compuserve selbst soll diese Aussprache in der Spezifikation aus dem Jahr 1987 festgelegt haben.

Der Streit, ob das Akronym mit einem harten oder einem weichen Konsonanten ausgesprochen wird, wird schon seit langem geführt. Immerhin: Wer Gif sagt, befindet sich in guter Gesellschaft. Selbst die ehrwürdigen Wörterbücher Oxford English Dictionary und American Heritage Dictionary halten beide Aussprachen für akzeptabel. Falsch, sagt Wilhite. "Es ist ein weiches 'G'. Ausgesprochen 'jif'. Basta."



Anzeige
Top-Angebote
  1. 264,00€
  2. ab 479€
  3. ab 219,00€ im PCGH-Preisvergleich
  4. Für 150€ kaufen und 75€ sparen

nicoledos 25. Mai 2013

Hätte er es Jif nennen wollen, hätte er es damals auch jif schreiben sollen und nicht gif.

nicoledos 25. Mai 2013

Wie haben die denn diese Sticks auf die Internetseiten bekommen?

oBsRVr666 23. Mai 2013

giraffeics interchange format

Himmerlarschund... 23. Mai 2013

Das wiederum kann sich aber je nach Dialekt unterscheiden. Ich sag nur "No woman, no...

AveN 23. Mai 2013

Ein "G" hat sich da dann doch einjeschlichen ;) LG AveN


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Go - Test

Das Surface Go mag zwar klein sein, darin steckt jedoch ein vollwertiger Windows-10-PC. Der kleinste Vertreter von Microsofts Produktreihe überzeigt als Tablet in Programmen und Spielen. Das Type Cover ist weniger gut.

Microsoft Surface Go - Test Video aufrufen
Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Google-Apps könnten Hersteller bis zu 40 US-Dollar kosten
  2. Google Pixel-Besitzer beklagen nicht abgespeicherte Fotos
  3. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  2. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt
  3. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen

Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Informationsfreiheitsbeauftragte Algorithmen für Behörden müssen diskriminierungsfrei sein
  2. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  3. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär

    •  /