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Steuertricks mit Briefkastenfirmen: Apple droht Milliarden-Euro-Strafe in der EU

Apple soll sich in Irland mit Steuertricks Vorteile verschafft haben. Am 30. September wird die EU dazu Details veröffentlichen und vielleicht eine Milliardenstrafe verhängen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Apple-Chef Tim Cook auf der Apple Worldwide Developers Conference 2012 in San Francisco
Apple-Chef Tim Cook auf der Apple Worldwide Developers Conference 2012 in San Francisco (Bild: Stephen Lam/Reuters)

Die EU-Kommission geht Medienberichten zufolge davon aus, dass Apple in Irland illegale Steuervergünstigungen erhalten hat. Die Behörde wolle Details am Dienstag veröffentlichen, sagte ein Sprecher am 29. September 2014 laut der Nachrichtenagentur dpa. Apple wies den Vorwurf zurück. Es könnte um eine Strafe in Höhe von vielen Milliarden Euro gehen, berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf Insider.

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"Es gab nie irgendeinen Sonder-Deal, es gab nie etwas, was als staatliche Beihilfe ausgelegt werden könnte", sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri der Financial Times. Der Zeitung zufolge geht es um Vereinbarungen, die bis 1991 zurückreichen. Nach Informationen des Wall Street Journal betrachtet die Kommission auch eine Vereinbarung von 2007 als illegale Staatshilfe, die von Irland gewährt wurde. Die Untersuchung der EU läuft seit Juni 2014.

Die EU hatte bereits im Juni ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, bei dem es um die Steuerpraxis von Apple und der Kaffeehaus-Kette Starbucks geht. Irland ist wegen der vergleichsweise niedrigen Unternehmenssteuern, die ausländische Konzerne anlocken, immer wieder in die Kritik geraten. Der Steuersatz liegt in Irland bei 12,5 Prozent.

Apple ist schon seit 1980 mit Tochterfirmen in Irland vertreten. Über die heutigen Ableger werden große Teile des internationalen Geschäfts abgewickelt. Außerdem trügen die Firmen Apple Sales International und Apple Operations Europe Entwicklungskosten des Konzerns mit, erklärt Apple. Daher lande bei ihnen auch ein entsprechender Teil des operativen Gewinns, im vergangenen Jahr waren es rund 60 Prozent.

Apple soll Milliarden US-Dollar Steuern durch Briefkastenfirmen gespart haben, die keine Mitarbeiter hatten und vom Topmanagement in der Konzernzentrale direkt geführt wurden. Das berichtete die New York Times unter Berufung auf einen Bericht des US-Senats, der am 21. Mai 2013 mit Konzernchef Tim Cook diskutiert werden soll. Diese verflochtenen Tarnfirmen haben ihren Sitz in Irland, in den Niederlanden, in Luxemburg oder auf den britischen Jungferninseln.

"Apple war nicht damit zufrieden, seine Gewinne in Niedrigsteuer-Offshore-Oasen zu verschieben. Apple hat den Heiligen Gral der Steuervermeidung gesucht und gefunden", sagte Senator Carl Levin von den Demokraten, der den permanenten Senatsunterausschuss für Untersuchungen leitete.

Die Experten beziffern die Steuern, die Apple von 2009 bis 2012 gespart hat, auf mindestens 74 Milliarden US-Dollar, die auf Auslandsgewinne hätten gezahlt werden müssen.

Apple wurde nicht beschuldigt, illegal gehandelt zu haben, aber Gesetzeslücken in den USA mit "größter Dreistigkeit" zur Steuervermeidung genutzt zu haben, wie viele andere IT-Konzerne auch, darunter Amazon, Microsoft und Google.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP vom November 2012 zahlte Apple im laufenden Geschäftsjahr nur 1,9 Prozent Steuern auf 36,8 Milliarden US-Dollar Gewinn.

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chrissik 30. Sep 2014

Doch, muss man, wenn es erlaubt ist. Das mache ich (und wahrscheinlich viele andere...

plutoniumsulfat 30. Sep 2014

Das war doch schon immer so. Geld ist Macht.

glacius 30. Sep 2014

sind noch ein paar drin :) Folgender Absatz liest sich wie ein Zitat, wird aber nicht als...

DrWatson 29. Sep 2014

Irgendwas stimmt da nicht.


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