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Der britische Schatzkanzler George Osborne (links im Bild)
Der britische Schatzkanzler George Osborne (links im Bild) (Bild: Luke MacGregor/Reuters)

Steuertricks: Großbritannien will Google-Steuer von 25 Prozent

Der britische Schatzkanzler George Osborne (links im Bild)
Der britische Schatzkanzler George Osborne (links im Bild) (Bild: Luke MacGregor/Reuters)

Großbritannien will die Steuertricks von US-Konzernen wie Google, Apple, Microsoft und Amazon nicht länger hinnehmen. Auf in Großbritannien erzielte Gewinne sollen 25 Prozent Steuern berechnet werden.

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Der britische Schatzkanzler George Osborne hat angekündigt, multinationale Konzerne, die Umsätze in Großbritannien erzielen, aber Gewinne woanders verbuchen, mit einer Steuer von 25 Prozent auf die Gewinne zu belegen. Die britischen Medien haben dies als Google-Steuer bezeichnet.

Nach Berechnungen des Finanzministeriums könnten so in den kommenden fünf Jahren Einnahmen von mehr als einer Milliarde Pfund (1,27 Milliarden Euro) erzielt werden. "Wir werden sicherstellen, dass große multinationale Konzerne ihren Anteil zahlen", sagte Osborne.

Google, Apple, Amazon oder Microsoft verstecken ihre Auslandsgewinne laut Medienberichten durch Steuertricks. Der größte Teil der europäischen Gewinne von Amazon werde beispielsweise zwar in Luxemburg verbucht, dort aber nicht besteuert.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Dezember 2012 errechnet, dass Amazon durch verschiedene legale Steuertricks mit Tochtergesellschaften in Luxemburg zwei Milliarden US-Dollar an Steuern eingespart habe. In den USA zahlte Amazon in den vorangegangenen fünf Jahren etwa 44 Prozent Steuern auf dort erzielte Gewinne. Luxemburg berechnet Unternehmen, die durch geistige Eigentumsrechte ihr Geld verdienen, nur sechs Prozent Steuern auf die Gewinne. Mit weiteren Steuertricks könnten die Zahlungen auf annähernd null Prozent gebracht werden, so Reuters unter Berufung auf Steuerexperten. Dazu habe Amazon im Juni 2004 die Tochterfirma Amazon Europe Holding Technologies gegründet, die geistige Eigentumsrechte von der US-Konzernzentrale kaufte und wieder an die Töchter zurückvermietete.

"Einige der größten Unternehmen der Welt, einschließlich der im Tech-Sektor, nutzen aufwändige Strukturen, um zu vermeiden, Steuern zu zahlen", sagte Osborne und fügte hinzu: "Das ist nicht fair gegenüber anderen britischen Firmen. Es ist nicht fair gegenüber dem britischen Volk. Heute werden wir das beenden. Meine Botschaft ist konsequent und klar: niedrige Steuern, aber niedrige Steuern, die auch bezahlt werden."

Die Verordnung soll am 1. April 2015 in Kraft treten.


eye home zur Startseite
matok 06. Dez 2014

Lustig finde ich, dass immer nur die bösen amerikanischen Firmen genannt werden. Auch Ur...

__destruct() 05. Dez 2014

Das ist ein Steuertrick.

siola 05. Dez 2014

Ein Raum und ein Teppich zahlen keine Steuern, da sie Objekte sind. Ein Unternehmen im...

raskani 05. Dez 2014

Du lebst auch noch in der Fantasiewelt, das Google seine Dienste und Systeme völlig...

Schnapsbrenner 04. Dez 2014

utopoische Forderung, aber die Richtung stimmt. Eine Sauerei was die Giganten abziehen...



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