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Apple-Chef Tim Cook auf der Apple Worldwide Developers Conference 2012 in San Francisco
Apple-Chef Tim Cook auf der Apple Worldwide Developers Conference 2012 in San Francisco (Bild: Stephen Lam/Reuters)

Steuertricks: Apple rechnet mit Milliardenstrafe in der EU

Apple-Chef Tim Cook auf der Apple Worldwide Developers Conference 2012 in San Francisco
Apple-Chef Tim Cook auf der Apple Worldwide Developers Conference 2012 in San Francisco (Bild: Stephen Lam/Reuters)

Apple warnt in einer Finanzmitteilung vor einer Strafe in Höhe von rund 2,5 Milliarden US-Dollar in der EU. Bei Finanzreserven von fast 200 Milliarden US-Dollar dürfte das fast unbemerkt bleiben.

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Die Untersuchung der EU-Kommission gegen Apple könnte dazu führen, dass Irland aufgefordert wird, Steuernachzahlungen für bis zu zehn Jahre einzufordern. Das berichtet Apple in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. Der Betrag könne "erheblich" sein.

Die britische Financial Times berichtete, dass nach US-Berichtsbestimmungen von "erheblichen Kosten" gesprochen wird, wenn es um über fünf Prozent des durchschnittlichen Vorsteuergewinns der vergangenen drei Jahre geht. Dies seien mindestens 2,5 Milliarden US-Dollar, berechnete die Zeitung. Apple hat gegenwärtig Finanzreserven in Höhe von 193,5 Milliarden US-Dollar.

Die EU-Kommission geht davon aus, dass Apple in Irland illegale Steuervergünstigungen erhalten hat. Apple und die irische Regierung wiesen die Vorwürfe bereits wiederholt zurück.

"Es gab nie irgendeinen Sonder-Deal, es gab nie etwas, was als staatliche Beihilfe ausgelegt werden könnte", sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri der Financial Times. Der Zeitung zufolge geht es um Vereinbarungen, die bis 1991 zurückreichen. Nach Informationen des Wall Street Journal betrachtet die Kommission auch eine Vereinbarung von 2007 als illegale Staatshilfe, die von Irland gewährt wurde. Die Untersuchung der EU läuft seit Juni 2014.

Apple ist schon seit 1980 mit Tochterfirmen in Irland vertreten. Über die heutigen Ableger werden große Teile des internationalen Geschäfts abgewickelt.

Milliarden Steuern durch Briefkastenfirmen gespart

Apple soll Milliarden US-Dollar Steuern durch Briefkastenfirmen gespart haben, die keine Mitarbeiter hatten und vom Topmanagement in der Konzernzentrale direkt geführt wurden. Das berichtete die New York Times unter Berufung auf einen Bericht des US-Senats vom Mai 2013. Diese verflochtenen Tarnfirmen haben ihren Sitz in Irland, in den Niederlanden, in Luxemburg oder auf den britischen Jungferninseln.

Die Experten beziffern die Steuern, die Apple von 2009 bis 2012 gespart hat, auf mindestens 74 Milliarden US-Dollar, die auf Auslandsgewinne hätten gezahlt werden müssen.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP vom November 2012 zahlte Apple im laufenden Geschäftsjahr nur 1,9 Prozent Steuern auf 36,8 Milliarden US-Dollar Gewinn.


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/mecki78 06. Mai 2015

Dann muss man eben das Gesetz so ändern, dass die Steuern immer dort fällig werden, wo...

Technikfreak 01. Mai 2015

Er hat schon recht, solange es bilaterale Vertragswerke mit europäische Staaten gibt...

DrWatson 01. Mai 2015

Das Geld fehlt in den Haushalten, weil es verschwendet wurde.

miauwww 01. Mai 2015

Bislang sind von asiatischen Firmen solche Tricks in ihrem Eu-Geschäft nicht bekannt...

GebrateneTaube 30. Apr 2015

Mich würde mal interessieren, wie die US Administration über die baldigen Prozesse gegen...



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