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Steuertrick: Alphabet gibt Double Irish auf

Der Google-Mutterkonzern Alphabet beendet seine Strategie zur Steuervermeidung, denn Irland hat dieses Schlupfloch geschlossen: Seit 2020 ist der sogenannte Double Irish untersagt, bei dem über Irland und die Niederlande das Geld in Steueroasen verschoben wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Alphabet samt Google-Tochter gibt Double Irish auf.
Alphabet samt Google-Tochter gibt Double Irish auf. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Für viele US-amerikanische Konzerne geht der Jahresbeginn 2020 mit dem Ende einer beliebten Strategie zur Steuervermeidung einher: Seit diesem Jahr untersagt Irland den sogenannten Double Irish, weshalb unter anderem der Google-Mutterkonzern Alphabet bestätigt hat, das Vorgehen beendet zu haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf einen Google-Sprecher.

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Diesem zufolge wird Google "seine Unternehmensstrukturen vereinfachen" und geistiges Eigentum von den USA statt von den Bermudas aus lizenzieren. Google hatte 2018 laut der niederländischen Handelskammer rund 24,5 Milliarden US-Dollar auf diesem Umweg zur Inselgruppe im Britischen Überseegebiet verschoben. Dort werden Unternehmen nicht direkt besteuert. Dabei fällt der Steuersatz in Irland mit 12,5 Prozent bereits viel niedriger aus als die 26 bis 34 Prozent anderswo in Europa.

Beim Double Irish werden in Europa erzielte Einnahmen nicht von der Tochter mit Unternehmenssitz in Irland versteuert, sondern von einer Briefkasten-Tochterfirma, welche als Lizenzgeber fungiert und die in einer Steueroase wie den Bermudas registriert ist. Weil bei einer direkten Überweisung jedoch eine Quellensteuer anfallen würde, geht das Geld zuerst in die Niederlande, denn dort sind Lizenzgebühren steuerfrei. Das wird als Dutch Sandwich bezeichnet, weil beim Double Irish die Niederlande quasi zwischen zwei irische Tochterfirmen gepackt sind.

Im Oktober 2014 hatte der damalige irische Finanzminister Michael Noonan den Double Irish untersagt, jedoch eine Übergangsfrist bis 2020 gegeben. Google ist keine Ausnahme für die Strategie zur Steuervermeidung: Unter anderem auch Adobe, Airbnb, Apple, Facebook, General Electric, IBM, Microsoft, Oracle, Starbucks und Yahoo verwendeten bisher dieses Modell. Seit Präsident Trump den Tax Cuts and Jobs Act erlassen hat, werden im Ausland erzielte Einnahmen nicht mehr versteuert.

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bazoom 02. Jan 2020

"Nachwerfen"... Der war gut :D

Trockenobst 02. Jan 2020

Naja, wenn ich mir die Text der höheren Steuerberater seit 30 Jahren anhöre, wundert es...

Trockenobst 02. Jan 2020

Unternehmenssteuern sind weltweit irgendwo bei 0-30% auf die Gewinne, Lizenzbesteuerung...

sogos 02. Jan 2020

Häufig geht es auch einfach nur um vereinfachte Administration, dass man die Firmen...

Trockenobst 02. Jan 2020

Ein ebenso lobbygetriebener Steuernachlass, der die Steuern nach USA zurückholte, die...


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